Das Virus, die Schweiz und der Stillstand

Die Menschen in der Schweiz wollten den Frühling feiern. Aber Zürich, Basel, Bern, Genf und Co. wurden zu Geisterstädten mit geschlossenen Schulen, leeren Strassen und gesperrten Pärken. – Eine persönliche Chronologie über den ersten Monat nach der Ankunft des Corona-Virus.

Verhaltenshinweise und Piktogramme aus der aktuellen Corona-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit.

Die Schweiz ist im Bann der Corona-Pandemie. Und das Virus Sars-CoV-2 macht alle gleich. Gleich machtlos. Auf einmal haben selbst der Bundesrat, das Parlament und die allgewaltigen Wirtschaftsbosse, also jene, deren Entscheide sonst das Leben von 8,5 Millionen Menschen in der Schweiz betreffen, keine sicheren Antworten mehr. Die sieben Mitglieder des Bundesrats regieren das Land im Krisenmodus und mit Massnahmen, die es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat: Der Bundesrat wendet Notrecht an. Das gibt ihm weitreichende Kompetenzen.

Wenn es gilt, der Bevölkerung folgenschwere Entscheidungen zu überbringen und zu erklären, dominiert seit Wochen ein Gesicht: jenes von Daniel Koch. Der Berner Arzt ist Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Er und sein Stab haben anfänglich nebst dem Virus zwei weitere Gegenspieler. Zum einen jene Schweizerinnen und Schweizer, denen der Ernst der Lage nicht auf Anhieb klar ist. Zum anderen jene Kantone an der Landesgrenze, die im Kampf gegen das Virus viel weiter vorpreschen, als es der Bundesrat will.

Von der medialen Bildfläche verschwunden sind die Stars aus Sport und Kultur, die Sternchen aus dem Showbiz und das vertraute «Personal» aus Politik und Wirtschaft. Stattdessen ist Daniel Koch, der «Arzt der Nation», der gradlinig, unverschnörkelt und mit Bedacht den Ernst der Lage erklärt, auf allen Kanälen präsent. Dieser plötzliche Wechsel ist bloss ein Indiz dafür, wie fundamental die Umwälzung ist zwischen der Ankunft des Virus bis zur – vorerst – höchsten Stufe der Eskalation.

Die Chronologie

Januar 2020: Die Skirennfahrer Beat Feuz und Daniel Yule stürzen die Skination Schweiz in einen Taumel – mit ihren Siegen in der legendären Lauberhornabfahrt respektive dem Slalom von Adelboden. An den Solothurner Filmtagen treffen sich aktuelle und kommende Grössen des Kulturlebens. Und am WEF in Davos versinkt US-Präsident Trump dermassen in Eigenlob, dass ein Teil der Teilnehmenden den Saal verlässt. Corona? Das ist doch diese Biermarke. Und allenfalls ein Problem weit weg in China.

24. Februar: Aufgrund der sich in Italien abzeichnenden Krise setzt der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset die Schweiz in «erhöhte Bereitschaft».

25. Februar: Das Virus ist da. Im Kanton Tessin erkrankt ein 70-jähriger Mann am neuen Coronavirus. Es ist der Beginn einer Kaskade von behördlichen Weisungen und Massnahmen. Ab jetzt kennen die Zahlen der Infizierten und der Toten nur eine Richtung: nach oben. Im für eine Pandemie typischen, exponentiellen Verlauf.

26. Februar: Der Kanton Tessin geht voran: Er verbietet alle öffentlichen Anlässe. Betroffen sind auch FasnachtsUmzüge. Die beiden Tessiner Eishockey-Clubs dürfen ihre beiden nächsten Heimpartien nur noch als Geisterspiele austragen, also ohne Publikum.

27. Februar: «Social Distancing» wird zum Begriff. Das Bundesamt für Gesundheit lanciert die Kampagne «So schützen wir uns», die seither laufend angepasst wird. Eine Auswahl der Ratschläge: fleissiges Händewaschen, niesen in Armbeuge, bei Grippesymptomen zuhause bleiben, Abstand halten, Arzt- oder Spitalbesuch nur mit telefonischer Voranmeldung. Und später die alles dominierende Weisung: «Bleiben Sie zuhause.»

Am selben Tag sagen die Organisatoren des Engadin Skimarathons die Grossveranstaltung vom 8. März mit fast 15 000 Sportlerinnen und Sportlern ab – der Startschuss zum Shutdown des Sports in der Schweiz ist gefallen.

28. Februar: Der Bundesrat erhöht die Alarmstufe an seiner ersten «grossen» Freitags-Medienkonferenz offiziell auf «besondere Lage». Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind ab sofort verboten. Grundlage ist das Epidemiengesetz, das dem Bundesrat das Regieren per Notrecht ermöglicht. Auch legt der Bund ein Programm für Betriebe in Not auf: Sie können Anträge auf Kurzarbeitsentschädigungen stellen.

Fussball- und Eishockeymeisterschaft, Fasnachten in Basel, Bern, Luzern und weiteren Städten, Genfer Automobilsalon, die «BaselWatch» und unzählige Kulturveranstaltungen werden abgesagt. Der Entscheid der Regierung bedeutet das vorzeitige und meist definitive Aus auch für die heiligsten Termine und Einträge im Schweizer Event-Kalender.

5. März: Das erste Todesopfer. In Lausanne stirbt eine 74-jährige Frau an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das neue Corona-Virus hervorgerufen wird.

Anfang März: Die Präventionskampagne verpufft teils. In mehreren Städten machen junge Menschen Party und unterlaufen so demonstrativ die Anordnungen des Bundes. Gleichzeitig aber entstehen private Initiativen zur Solidarität insbesondere mit den Älteren, die als besonders risikoexponiert gelten. Die Spanne reicht von Einkäufen über Gespräche bis zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

11. März: Angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus in Norditalien führt die Schweiz im Kanton Tessin Grenzkontrollen ein. Die rund 70 000 Grenzgänger dürfen nach wie vor einreisen.

12. März: Das Tessin ruft als erster Kanton eine Ausnahmesituation aus, Schulen und die beiden Hochschulen machen dicht. Der Bund legt ein Nothilfepaket von zehn Milliarden Franken auf, um Ausfälle für die Schweizer Unternehmen abzufedern.

16. März: Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage». Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe bleiben in der ganzen Schweiz zumindest bis am 19. April geschlossen. Der Lockdown gilt auch für Schulen. Geöffnet bleiben nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen wie Apotheken. Die Armee mobilisiert 8000 Armeeangehörige für Unterstützungsdienste in Gesundheitswesen, Logistik und Sicherheit.

19. März: Der Kanton Uri schert aus. Die Behörden des Bergkantons verhängen eine Ausgangssperre für Senioren ab 65 Jahren. Sie müssen die Massnahme nach einer Intervention des Bundes zwei Tage später zurücknehmen.

20. März: Der Bundesrat greift zu drastischem Notrecht und erlässt ein Versammlungsverbot für mehr als fünf Personen. Dazu ruft er die Bevölkerung auf, das Haus nur noch für Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche zu verlassen. Die Empfehlung gilt insbesondere für Menschen über 65, die als besonders gefährdet gelten. Damit setzt die Regierung auf eine selbstverantwortete Ausgehbeschränkung und nicht auf eine Ausgangssperre, wie sie etwa Italien, Frankreich, Spanien oder Argentinien verhängten.

Mit der Notverordnung verfolgt der Bundesrat zwei Ziele: Die Verhinderung eines Kollapses in den Schweizer Spitälern und die Beendigung des «Wildwuchses» der Kantone betreffend Massnahmen. Dazu bessert er seine Nothilfe für die Schweizer Wirtschaft nach und erhöht auf 42 Milliarden Franken. Die Soforthilfe für Firmen in Not beträgt 500 000 Franken, die sie ohne grossen bürokratischen Aufwand und zinsfrei bei ihrer Privatbank beziehen können.

Einzelne Städte schliessen öffentliche Parkanlagen. Polizeipatrouillen setzen das Versammlungsverbot und das Distanzgebot vereinzelt durch.

21. März: Das Aussenministerium kündigt Sonderflüge für 630 Schweizerinnen und Schweizer an, die in Ländern Lateinamerikas blockiert sind. Der erste Rückflug findet drei Tage später statt.

Gleichentags schert der Kanton Tessin aus. Die Tessiner Kantonsregierung ordnet die Schliessung von Industriebetrieben und Baustellen an. Die Massnahme ist auch eine indirekte Grenzschliessung für viele der dort als «Frontalieri» bezeichnete Grenzgänger.

22. März: Der oberste Jurist des Bundes pfeift die Tessiner harsch zurück. Alle Kantone hätten sich strikte an das Notrecht des Bundes zu halten, Abweichungen seien nicht möglich, sagte Martin Dumermuth, Leiter des Bundesamtes für Justiz. Mit seinem Vorpreschen habe der Südkanton ein gefährliches Zeichen gesetzt, das es zu unterbinden gelte.

25. März: Das Bundesamt für Gesundheit vermeldet die Zahl von nachgewiesenen 10 000 Corona-Fällen und 150 Todesopfern.

Die Zwischenbilanz

Nach einem Monat im Ausnahmezustand steht das Land weitgehend still. Das für die allermeisten angenehme Leben existiert so nicht mehr. Die Menschen sind in Isolation. 80 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Homeoffice. Sämtliche Schulen sind geschlossen, alle Eltern sind mit Homeschooling-Aufgaben konfrontiert. Der Tourismus, die Vorzeigebranche der Schweiz, liegt im Koma. Den Beschäftigten der Gastronomiebranche droht die Arbeitslosigkeit. Wer im Medizinal- und Pflegebereich arbeitet, leistet hingegen Sonderschichten – bis an die Leistungsgrenze. Auf den Feldern spriessen üppig die Kulturen, aber es fehlen angesichts der dichten Grenzen die ausländischen Erntehelfer.

Beim Bund sind per Ende März rund 600 000 Gesuche von über 40 000 Firmen für Kurzarbeitsentschädigungen eingetroffen. Jene Züge und Busse, die noch verkehren, sind praktisch leer. Der Fahrplan ist massiv ausgedünnt. Es häufen sich Berichte von Menschen, die einsam sterben, weil ihre Lieben sie nicht mehr besuchen können.

* Renat Kuenzi ist Redaktor bei Swissinfo. Swissinfo führt ein Dossier zur Corona-Pandemie, das laufend aktualisiert wird. www.swissinfo.ch

Kommentare (13)
  • Livio Tagliavini, Arth, Schweiz
    Livio Tagliavini, Arth, Schweiz am 27.05.2020
    Wenn man es genau nimmt, dann gibt es keine Corona-Krise! Stattdessen gibt es eine reale, exorbitant grosse Wirtschaftskrise! Fast ausschliesslich durch verheerende Fehlentscheide unserer Politiker/-innen verursacht. Es gibt die Pandemie. Die ist vergleichbar mit einer mehr oder minder harmlosen bzw. gefährlichen Grippe.
    Übersetzung anzeigen
    • Maurice Ekpenyong, Manchester, United Kingdom
      Maurice Ekpenyong, Manchester, United Kingdom am 28.05.2020
      Directed to the individual who made the comparison statement.

      Your statement is totally inaccurate about it being comparable to more or less harmless or dangerous flu.

      I live in the UK and we have had well over 37,000 deaths already due to covid-19, the US just over a 100,000 deaths. I find your statement offensive, in your comparison to as you say harmless or dangerous flu.

      It's obvious to me that you do not have any medical or scientific know how at all.. I suggest individuals like you should speak about matters you really do not understand.

      Doctors, nurses and many other medical cleanicians have paid a high price in order to halt and aid those with covid-19.

      So now you tell me again! How it just harmless flu?
      How can someone be so foolish?

      A big hand and a big thank you, to all around the world, who are in the fight against covid-19.
      Übersetzung anzeigen
    • Claude Richli, Silver Spring, Maryland, USA
      Claude Richli, Silver Spring, Maryland, USA am 28.05.2020
      Effectivement, je trouve cela insupportable de comparer le COVID à une grippe plus ou moins dangereuse. Allez raconter cela à quelqu'un qui a perdu un être cher, peut-être même dans la force de l'âge, victime du COVID et vous vous ferez jetez dehors. Allez raconter cela à nos personnels médicaux qui ont lutté jusqu'à sacrifier leur propre vie pour sauver la vie des autres. C'est d'un cynisme effarant, ou au mieux d'une ignorance épaisse (probablement exacerbée par les milieux complotistes, souvent motivés par un agenda politique) que de prétendre une chose pareille.
      Vous ne pouvez qu'espérer ne pas devoir être obligé de faire appel à leurs soins, pire encore, de ne pas devoir vous faire brancher à un ventilateur.
      Übersetzung anzeigen
  • Magda Gonzalez, La Mesa, Colombie
    Magda Gonzalez, La Mesa, Colombie am 28.05.2020
    Afortunadamente la gran mayoria de suizos son gente disciplinada y que piensa en los demas. En America latina el egoismo y la indisciplina nos tiene al borde del colapso.
    Übersetzung anzeigen
  • Christiane Johnson, Redding, California, USA
    Christiane Johnson, Redding, California, USA am 28.05.2020
    I am in the US where the politicians played god and made stupid and disastrous decisions. We have now over 100,000 deaths. The Canton Tessin made the correct decision to close the borders. But we have this person: le juriste en chef de la Confédération rappelle les Tessinois à l’ordre. Tous les cantons doivent s’en tenir strictement aux mesures d’urgence de la Confédération. Aucune exception n’est possible, déclare le directeur de l’Office fédéral de la justice Martin Dumermuth. En rompant les rangs, le Tessin donne un signal dangereux. How many deaths before you DO NOT follow the mighty Francs and think only what goes in your pocket? I pray that you do not have to die alone, knowing that the Federal government cannot think of the people first and foremost.
    Übersetzung anzeigen
  • Virgili Fonti. l'Escala (Girona), Espagne
    Virgili Fonti. l'Escala (Girona), Espagne am 28.05.2020
    En Espagne nous etions très touchés par le cov19, et pendant presque 2 mois interdit se deplacer plus loin d'un 1km de chez-nous. Heuresement maintenant depuis une semaine, nous pouvons nous deplacer dans la provence (equivalant d'un canton suisse), mais les plages et la mer sont vides puisque c'est interdit de se baigner ou prendre le soleil...dans un pays où l'economie a une base très forte sur le tourisme de plage...c'est catastrofique. En plus le gouvernement espagnol change d'avis toutes les semaines, et commercants ou restaurateurs n'arrivent plus à suivre leurs nouvelles normes ilogiques
    Übersetzung anzeigen
  • Ralf U. Krebs, Colombie
    Ralf U. Krebs, Colombie am 30.05.2020
    Ici au coeur des Andes, nous vivons un confinement strict et passablement bien respecté grâce à un plan d'action parfaitement orchestré para le cabinet gouvernemental du président Iván Duque. Pour la Colombie, après plus de soixante jours de ce régime d'éloignement social et de préservation stricte des aînés et des plus jeunes, le pays est parmi les moins touchés d'Amérique latine au niveau de la maladie, mais toutefois durement secoué économiquement, avec un taux de chômage qui frise maintenant les 20% auxquels s'ajoutent un grand nombre de travailleurs informels dont le chiffre exhaustif est inexistant. Comme pour la plupart des pays du monde, il y aura encore des séquelles durant de longs mois et en tous cas jusqu'à la fin de l'année courante où la fête de Noël resemblera comme deux gouttes d'eau à celle de Pâques...
    Le télé-travail (pour ceux qui peuvent) reste pour l'instant la recommandation mise en place et pour les voyages, ils se limitent à l'ascenseur...
    Übersetzung anzeigen
  • Livio Tagliavini, Schweiz/Arth
    Livio Tagliavini, Schweiz/Arth am 31.05.2020
    Gemäss BSF (Bundesamt für Statistik Schweiz) sind in den ersten 18 Monaten des Jahres 2020 genau 25,400 Leute verstorben, in den Jahren davor waren es 24,925 - 25,386 - 25,229 - 23,103 - 26,596 also mit Recht kann man nicht von Corona-Krise sprechen! Es sterben vorwiegend ältere Leute mit Vorerkrankungen und die Todesursache wird Corona angegeben obwohl diese Leute sowieso am Lebensende angekommen waren.
    Übersetzung anzeigen
    • Marc Lettau, Chefredaktor "Schweizer Revue"
      Marc Lettau, Chefredaktor "Schweizer Revue" am 02.06.2020
      Für den April 2020, den Spitzenmonat der Corona-Krise in der Schweiz, ist eine signifikante Übersterblichkeit nachgewiesen, dies insbesondere für die besonders stark betroffenen Kantone Tessin, Waadt und Genf. Mehr dazu:

      https://www.srf.ch/news/international/uebersterblichkeit-als-hinweis-auf-den-spuren-der-korrekten-corona-todeszahlen
      Übersetzung anzeigen
    • Betty Geiser, Bay of Plenty, Neuseeland
      Betty Geiser, Bay of Plenty, Neuseeland am 26.06.2020
      Wer uns allen erklärt, dass 'nur' soviele an Covid starben und es nicht viel mehr als in anderen Jahren sind, tut mir sehr leid. Dank Interventionen von Staaten wie der Schweiz oder Neuseeland, wo ich lebe, haben wir eine grosse Corona-Krise abgewendet. Dank den Intervention der Staaten wurden viel weniger Todesfälle als in anderen Ländern gemeldet. Und hier in Neuseeland stellten wir eine viel, viel geringere Influenza/Grippe-Welle als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre fest, nur weil die Leute vorsichtiger sind und Hände regelmässig gewaschen werden. Ich bin sehr froh, hier in Neuseeland zu leben, wenn auch sehr traurig über die weltweit unerfreulichen Kommentare von sogenannten 'Besserwissern'.
      Übersetzung anzeigen
  • Bernhard Bollag, Israel, Jerusalem
    Bernhard Bollag, Israel, Jerusalem am 04.06.2020
    Generell gibt es im Menschlichen keine 100%-ige Vollkommenheit. Jeder hat Vor- und Nachteile. Zwar bin ich nicht beim Weltgeschehen ganz vorne auf dem Laufenden. Jedoch wohne ich in einer Gegend, da waren viele Familien vom Virus betroffen, einige schwebten in Lebensgefahr oder litten über längere Zeit sehr. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch ich und meine Familie den Virus leicht erwischt haben.
    Alles in allem waren es schwere Zeiten und auch sehr viel Ungewissheit und Zweifel nagten erbarmungslos an der Menschheit herum.
    Ich zolle enormen Respekt den Gesundheitswesen verschiedener Länder, sowie der politischen Führung der Schweiz, welche die riesige, erdrückende Verantwortung in dieser ungewissen Zeit trugen und sicher enorm viele Menschenleben retteten.
    Wenn sich auch im Nachhinein gewisse Entscheide oder Befürchtungen als unrichtig herauskristallisieren, nimmt das überhaupt nicht an der Grösse aller Menschen, die an der obersten Front der Schweiz in dieser Zeit gestanden sind und aktiv waren.
    Ich kann nur erahnen, wieviel Mut, Durchhaltevermögen, Standhaftigkeit, emotionelle Kraft, usw. nötig waren diese schwere Zeit durchzustehen.
    Meinerseits habe ich nur ein Wort für diese Leute, tausendmal wiederholt, fettgedruckt und unterstrichen: DANKE!
    Ich bin überzeugt, dass sie irgendwann Früchte für diese grosse Aufgabe ernten werden.
    Übersetzung anzeigen
  • Rudi Amrein, Donegal, Ireland.
    Rudi Amrein, Donegal, Ireland. am 06.06.2020
    The swiss were lucky that there next door neighbour (Italy) informed them that they were having problems, so they could act quickly to prevent more loss of life.
    The western countries are lucky to have the money to fight the virus, South America and Africa are not so lucky.
    we need to streach out our arm's and help less fortinuate country's and in return we make friendships that aid trade and tourism and help us in the longterm.
    Übersetzung anzeigen
  • Ernst Ruetimann, Trang, Thailand
    Ernst Ruetimann, Trang, Thailand am 10.06.2020
    So verschieden die Leute mit ihrer Ansicht der Corona-Pandemie sind, so verschieden verlaufen die Krankheiten in den verschiedenen Länder . Hier im Lande des Lächelns haben wir seit dem Ausbruch nur 58 Tote zu beklagen. Obwohl Hunderttausende Chinesen Thailand besuchten und die erste Ansteckung ausserhalb Chinas gemeldet wurde. Nun lässt sich streiten, woran das liegt mit den niedrigen Zahlen der Erkrankten und Verstorbenen. Beim Betreten grosser Warenhäuser und Ladenketten gilt die allgemeine Tragpflicht von Gesichtsmasken und das Desinfizieren der Hände. Neulich muss man sich sogar schriftlich oder per App an- und abmelden!
    Übersetzung anzeigen

Neuen Kommentar schreiben

Die Freigabe der Kommentare erfolgt innert 1–3 Tagen. Die Redaktion behält sich vor, diskriminierende, rassistische, ehrverletzende oder hetzerische Kommentare nicht zu veröffentlichen. Unsere ausführlichen Kommentar-Spielregeln finden Sie hier.
 

Auslandschweizer Organisation
Alpenstrasse 26
3006 Bern, Schweiz

tel +41 31 356 61 10
fax +41 31 356 61 01
revue@aso.ch