Mit Schweizer Pass in Hitlers Todeslagern

Mindestens 391 Schweizerinnen und Schweizer waren in Konzentrationslagern der Nazis inhaftiert, viele von ihnen Auslandschweizer. Das belegt ein historisches Sachbuch, in dem drei Journalisten erstmals die Schicksale der Schweizer KZ-Häftlinge beleuchten.

Es ist der 10. Februar 1944, als die junge Mutter Marcelle Giudici-Foks mit der Eisenbahn ins Konzentrationslager Auschwitz transportiert wird. Die Gestapo im besetzten Frankreich hat sie mit über tausend anderen Jüdinnen und Juden in Viehwaggons zusammengepfercht. Marcelle, eine lebensfrohe Tanzlehrerin aus Royan an der Atlantikküste, ist mit dem Auslandschweizer Jean Giudici verheiratet und dadurch Schweizerin geworden. Jeans Eltern entflohen bitterer Armut im Tessin und versuchen ihr Glück als Waffelbäcker in Frankreich.

Als es für die Juden in Frankreich ab 1942 wegen einsetzender Massendeportationen gefährlich wird, erwägen Marcelle und Jean die Ausreise in die sichere Schweiz. Doch weil Marcelle hochschwanger ist, sehen sie im letzten Moment davon ab, sich dem rettenden Zugskonvoi der Schweizer Behörden anzuschliessen. Ende Januar 1943 holt der Bund endlich die in Frankreich lebenden Schweizer Juden zurück. Zuvor zögerte Bern lange, obwohl der Leiter des Schweizer Konsulats in Paris, René Naville, mehrfach warnte, dass Landsleute bedroht seien. Die Repatriierung kommt für Marcelle Giudici zu spät. Sie stirbt in Auschwitz.

«Unseres Interesses würdig»

Auch der Auslandschweizer René Pilloud wird in einem KZ interniert. Er ist in Freiburg geboren und mit seinen Eltern ins französische Bellegarde nahe der Schweizer Grenze ausgewandert. Der Vater arbeitet in der Fabrik, René absolviert eine Lehre als Werkzeugmacher. Im Februar 1944, auf dem Weg an einen Sportwettkampf, gerät der erst 17-Jährige als Unbeteiligter in einen Einsatz der Wehrmacht gegen die französische Résistance. Er wird misshandelt und auf Umwegen ins KZ Mauthausen gebracht. Die Schweizer Behörden bemühen sich um seine Freilassung. Er sei «unseres besonderen Interesses würdig», heisst es in den Akten.

Einmal steht ein Gefangenenaustausch zur Debatte, doch die Schweiz sieht davon ab. Sie will nicht unschuldige Schweizer gegen rechtskräftig verurteilte deutsche Straftäter austauschen. Die hehren staatsrechtlichen Prinzipien verlängern Pillouds Martyrium. Anfang 1945 wird er ins Krematorium des Lagers abkommandiert, wo er täglich Hunderte Leichen verbrennen muss. Erst kurz vor Kriegsende kann ihn das Rote Kreuz in die Schweiz bringen. Er ist abgemagert, traumatisiert, tuberkulosekrank. Die Schweiz bezahlt ihm 35 000 Franken Schadenersatz als Nazi-Opfer. 1985 stirbt er in Genf.

Aus Nummern werden Menschen

René Pilloud und Marcelle Giudici: zwei Namen, zwei schlimme Geschichten. Im Buch der Journalisten Balz Spörri, René Staubli und Benno Tuchschmid sind sie detailliert nachgezeichnet. Auch andere Schicksale werden rekonstruiert. Vier Jahre lang recherchierten die Autoren in Archiven und Datenbanken, sorgfältig, aufwendig, auch mit Nachkommen sprachen sie. Als Resultat liegt erstmals eine belegte Opferliste vor. Demnach litten 391 Frauen und Männer mit Schweizer Staatsbürgerschaft in einem Nazi-KZ, 201 von ihnen starben dort. Dazu kommen 328 Inhaftierte, die in der Schweiz geboren wurden, aber nie das Bürgerrecht besassen. 255 von ihnen überlebten das KZ nicht. Alle Betroffenen wurden in Deutschland oder in besetzten Gebieten verhaftet und anschliessend deportiert. Am häufigsten geschah es in Frankreich, wo schon damals die meisten Auslandschweizer lebten.

Ein Teil der Schweizer KZ-Opfer war jüdisch, auch Widerstandskämpfer und Randständige gehörten zu den Verfolgten. Die Autoren listen im Buch sämtliche 391 als «Memorial» auf, von Abegg, Frieda, bis Zumbach, Maurice. Wo vorhanden, geben sie den Opfern mit Fotos ein Gesicht. «In den Konzentrationslagern waren sie Nummern, im Schweizer Bundesarchiv sind sie Entschädigungsfälle», schreiben die Verfasser, «in diesem Buch sollen sie wieder Menschen werden.»

Mutlose Behörden

Dass die Schweizer KZ-Häftlinge erst nach 75 Jahren so richtig ins hiesige Bewusstsein rücken, ist bemerkenswert genug. Obwohl Überlebende wie René Pilloud nach dem Krieg öffentlich von ihren Erfahrungen erzählten und das Parlament Entschädigungen guthiess, kam in der Schweiz kaum Interesse auf. In wissenschaftlichen Standardwerken fehlen diese Biografien. Mit der Beschreibung der Schicksale leisten die Journalisten aber mehr als eine Trauerarbeit, der sich alle wohlfeil anschliessen können. Sie stellen auch die unbequeme Frage nach der Rolle der offiziellen Schweiz. Ihr Fazit: «Die Schweiz hätte Dutzende Leben retten können, wenn sie sich mutiger und mit mehr Nachdruck eingesetzt hätte.»

Natürlich sei es «immer einfacher», eine solche Einschätzung Jahrzehnte später abzugeben, sagt Mitautor Balz Spörri im Gespräch mit der «Schweizer Revue». Um die Vorgehensweisen aus der Zeit heraus zu beurteilen, gelte es den Kenntnisstand und den Spielraum der damaligen Akteure über verschiedene Phasen hinweg zu berücksichtigen. Im Buch wird ausführlich dargestellt, wie Politik und Medien in der Schweiz auf die Entwicklung der Konzentrationslager durch das NS-Regime reagierten. Obwohl es Hinweise gab, wurden die KZ hierzulande lange nicht als Tötungsanstalten wahrgenommen.

Bürger zweiter Klasse

Noch 1942 lieferte der Chef der Eidgenössischen Fremdenpolizei, Heinrich Rothmund, einen verharmlosenden Bericht über seinen Besuch im KZ Sachsenhausen ab. Der Bundesrat glaubte ihm bereitwillig. Die Buchautoren fanden keinen Hinweis darauf, «dass sich der Gesamtbundesrat vor 1944 mit dem Thema Konzentrationslager oder Schweizer KZ-Häftlinge beschäftigt hätte». Es waren furchtlose Diplomaten wie der Schweizer Gesandte in Berlin, Paul Dinichert, die einzelne Freilassungen verhafteter Schweizer erreichten. Nach der Besetzung Frankreichs durch Deutschland mahnte Bern jedoch zur Vorsicht. Besonders Dinicherts Nachfolger, Hans Frölicher, befleissigte sich der Zurückhaltung. Reize die Schweiz Hitler, könnte dieser den Einmarsch ins neutrale Land befehlen, fürchtete er. Nur: Frölicher galt in der Schweiz als Opportunist und Nazi-Freund.

Es gab noch einen weiteren Grund, warum Schweizer Behörden keineswegs alles daran setzten, bedrohte Landsleute im Ausland zu schützen. Einige wollte man gar nicht unbedingt zurückhaben. Weil ihre Unterbringung die Staatskasse belastet hätte: Kriminelle, sogenannte Asoziale, Behinderte. Oder weil sie auch in der Schweiz verfemt waren: Kommunisten, Sinti, Homosexuelle, gesellschaftliche Aussenseiter. «In den Akten finden sich zahlreiche Stellen, die das belegen», sagt Balz Spörri. So liess der Chef der Abteilung für Auswärtiges in Bern, Pierre Bonna, die Diplomaten in Berlin wissen: «Die Gesandtschaft darf nicht zum Nachteil aller übrigen schutzwürdigen Schweizer ihren Kredit aufs Spiel setzen zugunsten von Elementen, die durch eigenes Verschulden oder durch unschweizerisches, herausforderndes Verhalten selbst Anlass zu den ihnen erwachsenden Schwierigkeiten geben.»

«Ein solches Weibsbild»

Diese Haltung wurde Anna BöhringerBürgi aus Basel zum Verhängnis. Die Behörden taxierten ihren Lebenswandel schon früh als «liederlich», auch war sie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Durch die Heirat mit einem Deutschen verlor die siebenfache Mutter die Schweizer Staatsbürgerschaft. Kurz nach Kriegsausbruch suchte sie als 54-Jährige Zuflucht in der Schweiz und stellte ein Gesuch um Wiedereinbürgerung. Es wurde abgewiesen. Sie sei «eine notorische Dirne und Rechtsbrecherin», man werde sich hüten, «ein solches Weibsbild wieder ins Kantonsbürgerrecht aufzunehmen», befand ein Funktionsträger. Anna Böhringer musste ausreisen. 1945 starb sie im KZ Ravensbrück. Später lehnte die Schweiz auch das Gesuch der Tochter um Entschädigung ab. Die Mutter sei zum Zeitpunkt der Verhaftung nicht Schweizerin gewesen, so die Begründung.

Die im Buch aufgeführten 391 KZOpfer sind inzwischen alle verstorben. Was sie durchmachten, verfolgte Überlebende wie Albert Mülli bis ins Alter. Der Zürcher Sanitärmonteur und Sozialdemokrat wurde 1938 in Wien von der Gestapo verhaftet und später als politischer Gefangener ins KZ Dachau überführt. Man warf ihm Kontakte zu Kommunisten vor. Mülli überstand sechs Jahre Haft. Er kehrte in die Schweiz zurück, baute sich eine Existenz auf, war Mitglied des Kantonsparlaments. Vor seinem Tod 1997 holte ihn die Vergangenheit ein. Im Pflegeheim, wo er demenzkrank lebte, quälten ihn Alpträume. Tag und Nacht durchlebte er das Grauen des Konzentrationslagers. Dies mitansehen zu müssen, habe sehr weh getan, erzählte Müllis Tochter den Buchautoren.

Erinnerung wach halten

Das Buch sei erst der Anfang, sagt Balz Spörri, es brauche breite Forschung über Schweizer Opfer des Nazi-Terrors. Auch moralische Wiedergutmachung sei nötig: die Anerkennung, dass es diese Opfer gab. Dass ihnen Leid angetan wurde, Unrecht widerfuhr. Viele von ihnen hätten gegen das NS-Regime gekämpft und dies mit dem Leben bezahlt: «Wir finden es an der Zeit, dass einmal ein Mitglied des Bundesrats etwas dazu sagt.» Der Buchautor begrüsst das Engagement der Auslandschweizer-Organisation für eine Gedenkstätte (siehe Seite 9). Der Bundesrat blieb zum Thema Gedenkstätte bisher vage.

Um auch jüngere Generationen anzusprechen, könnte ein Mahnmal mit digitalen Formen der Erinnerung kombiniert werden, regt Spörri an. Etwa in Form einer Website mit den Lebensgeschichten der Opfer, als virtuelle Gedenkstätte. Klar ist: Bald gibt es nirgends mehr Zeitzeugen des Holocausts. Umso wichtiger, dass ihre Erzählungen im kollektiven Gedächtnis bewahrt bleiben.

 

Bibliografiehinweis:
Die Schweizer KZ-Häftlinge.
Vergessene Opfer des Dritten Reichs

Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmid
NZZ Libro; 320 Seiten, 147 Abbildungen. 48 CHF
Nur in deutscher Sprache erhältlich.

Kommentare (44)
  • Renata Neuweiler, Gazi-Heraklion, Griechenland
    Renata Neuweiler, Gazi-Heraklion, Griechenland am 24.01.2020
    Tieftraurig nehme ich zur Kenntnis, dass mein Heimatland sich wie so oft feige um eine eindeutige Stellungsnahme gedrückt hat und noch immer drückt. Auch wir Auslandschweizer sind Schweizer Bürger und sollten als solche von unserem Heimatland anerkannt und geschützt werden. Der Bundesrat sollte das Sprachrohr aller Schweizer sein und deshalb zur Frage einer Gedenkstaette Stellung beziehen.
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    • Marc Lettau, Redaktion «Schweizer Revue»
      Marc Lettau, Redaktion «Schweizer Revue» am 24.01.2020
      Der Vorwurf, der heutige Bundesrat gehe in keiner Weise auf die Geschichte der Schweizer Opfer des Holocaust ein, trifft so nicht – oder nicht mehr – zu. Just nach Drucklegung unseres Beitrags in der «Schweizer Revue» hat Bundespräsidentin Simonetta Sommargua in Bern Holocaust-Überlebende und Geschichtsstudentinnen und -studenten zu einem Dialog eingeladen, dies unter anderem mit dem Ziel, dass das «dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte» nicht vergessen gehe. Medienberichte zu dieser Begegnung:

      Schweizer Radio DRS1: https://ogy.de/holocaust-srf

      Jüdische Zeitschrift Tachles: https://ogy.de/holocaust-tachles
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  • Armin Baur, USA
    Armin Baur, USA am 24.01.2020
    Ein schwarzer Flecke auf der Schweizer Fahne, der bis in die Ewigkeit dort bleiben wird. Geld war schon damals wichtiger als ein Menschenleben, was auch heute noch zutrifft. Als Schweizer Bürger schäme ich mich für die Betroffenen und bitte sie alle um Vergebung.
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    • Christopher Egli, Devon, Pennsylvania, USA
      Christopher Egli, Devon, Pennsylvania, USA vor 3 Wochen
      It's easy to judge others from the vantage of 70 years and not having lived one moment in the shoes of those we are criticizing. Especially in the first years of the war, Nazi Germany represented a formidable threat that was not five steps from the door of Switzerland, and could have overrun and demolished it in a month's time. The entire Swiss population could have wound up in concentration camps. Further, the US itself was utterly indifferent to Hitler's Germany for the entire decade leading up to the war, and still stood aside, militarily, as the Nazis attacked Poland, France and England. A large majority of Americans - led by Charles Lindbergh, actually admired Hitler and the Nazis, and thought Hitler an effective and impressive leader. It wasn't until the Japanese attacked us at Pearl Harbor that sentiment changed, and Roosevelt was able to send troops into battle.
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  • Martin Schlatter-Roggenkamp, Niederlande
    Martin Schlatter-Roggenkamp, Niederlande am 24.01.2020
    Das ist eine großartige journalistische Arbeit, welche sicherlich schon viel früher gemacht hätte sollen. Aber vor dem Hintergrund der vielen ausländerfeindlichen und antisemistischen Aktivitäten in so vielen Ländern umso mehr notwendig sie öffentlich zu machen.
    Bei der Umsetzung der Idee des digitalen Mahnmales könnte sich die schweizer Regierung ja offiziell anschliessen und sie öffentlich und finanziell unterstützen. Vielleicht fällt es dann ja auch leichter sich dafür zu entschuldigen.
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  • Willy Egli Frankfurt am Main
    Willy Egli Frankfurt am Main am 24.01.2020
    danke für den Beitrag und die Links - der Hinweis auf das Buch könnte gerne etwas ausführlicher sein. ich hab als Kind (52 geboren) das "Tagebuch der Anne Frank" gelesen und war sehr betroffen..die beiden Weltkriege kamen in meiner Schule in 3 Jahren Sekundarschule nicht vor...anstatt hatten wir die Schlachten der Eidgenossen mehrfach "durchgekaut". noch näher ging mir Lukas Hartmann's "Die Frau im Pelz" - das Schicksal von Carmen Mory (zwischenzeitlich in Deutschland lebend)...dann kam der Film "die Akte Grüninger" usw. und so nehmen Betroffenheit, Scham, Trauer zu...vor allem auch nach einer Reise nach Auschwitz...zunehmend auch das Unverständnis und die Wut auf die "ewig - gestrigen" die Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung "in Ordnung" finden.
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  • Liliane Enjolras-Zahnd, France, Le Grau du Roi
    Liliane Enjolras-Zahnd, France, Le Grau du Roi am 24.01.2020
    Ça me touche profondément tout ce que je viens de lire, même si mon grand-père a été sauvé par l'intervention de l'ambassade suisse de Paris. Il était né à Paris, de nationalité française mais sans religion (ses parent étant juifs-russes ayant fui les pogroms de St-Pétersbourg, ils ne lui avaient pas donné de religion). Ayant appris le métier de bijoutier-joailler-horloger, il est venu à Genève afin de parfaire sa formation. Il y rencontra ma grand-mère, l'épousa (a ainsi obtenu la nationalité suisse) et ma maman est née. En 29, il ramena sa petite famille à Paris. Puis, il fut pris dans la rafle du Vel d'Hiv en juillet 42, puis emmené au camp de Drancy. Ma grand-mère est allée supplier l'ambassade suisse pour qu'elle intervienne, ce qui fut fait avec succès, ce dont je suis très reconnaissante. Par la suite, ils furent tous rapatriés en 43 à Genève. Je ne savais pas que d'autres n'ont pas eu cette chance et en suis très peinée.
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  • NÖSPERGER Denis, Velizy Villacoublay, France
    NÖSPERGER Denis, Velizy Villacoublay, France am 24.01.2020
    Un livre très intéressant sur un aspect méconnu. Savez-vous s'il existe la version française de ce livre?
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  • Ina Joshua, London, UK
    Ina Joshua, London, UK am 24.01.2020
    Kann man das Buch kaufen und was ist der genaue Titel
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  • Danièle Nubel-Rayot - France - 68440 SCHLIERBACH
    Danièle Nubel-Rayot - France - 68440 SCHLIERBACH am 24.01.2020
    Je ne voudrais pas que mon grand-père, Albert Augsburger de Tramelan (origine Langnau im Emmental) soit oublié. Venu en France avant la guerre pour y établir sa petite famille, très pauvre, il a laissé sa vie à Dachau. Son "crime" ? Avoir aidé des prisonniers évadés en les cachant, en les nourrissant malgré ses maigres ressources. Ma grand-mère, ma maman et mes tantes ont effectué bien des "missions alimentaires" en forêt pour les assister. Quand mon grand-père fut arrêté, sur dénonciation, sa famille dut fuir en Suisse, abandonnant tout.
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    • René Staubli
      René Staubli vor 3 Wochen
      Albert Augsburger steht auf unserer Liste im Buch. Freundliche Grüsse
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  • Swen Ruhnke, Hamburg, Deutschland
    Swen Ruhnke, Hamburg, Deutschland am 24.01.2020
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit darf niemals enden.
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  • Sue Reid, South Africa/ Switzerland
    Sue Reid, South Africa/ Switzerland am 24.01.2020
    What disturbs me is the number of jews who were denied refuge in Switwerland during WWII. There are people who were only recently 'Rehabilitated' after their deaths for helping Jews reach Switzerland. As Armin says,' Geld war schon damals wichtiger als ein Menschenleben, was auch heute noch zutrifft. Als Schweizer Bürger schäme ich mich für die Betroffenen und bitte sie alle um Vergebung.'
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  • H. Brunner, Siem Reap, Kambodscha
    H. Brunner, Siem Reap, Kambodscha am 25.01.2020
    Es hat sich gar nichts geändert. Früher hat man vor den Nazis gekuscht, heute sind es halt die Amerikaner.
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  • Joelle Mann, Oxford, UK
    Joelle Mann, Oxford, UK vor 3 Wochen
    I was born during WWII and in my early years remember a Genevois uncle returning from a concentration camp (I never knew why he’d been sent there but they were living in France at the time). It was never discussed. I agree with the shameful lack of information about the Nazis in the education where one was indeed stuffed with history of Swiss battles and European wars which had Swiss mercenaries... I agree it is essential to discuss all this now given the rise of the far-right all over Europe and beyond. Thank you for this article, and I do hope that after President Simonetta’s actions to recognise the effect of the Holocaust on Swiss citizens, the government does agree to support the building of a monument to reflect the damage and ensuing shame this dark episode of our history represents.
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  • Peter Fässler, Vientiane, Laos
    Peter Fässler, Vientiane, Laos vor 3 Wochen
    Auch auf's Risiko, eine Tirade vom Stapel zu lassen; es ist an der Zeit, die Seite im Geschichtsbuch umzublättern. Keiner stellt die Vergehen, gar Verbrechen an Mitmenschen in Deutschland von 1933 - 1945 in Frage. Seit 1945 sind 75 Jahre vergangen; alle über 95-Jährigen müsste man allenfalls fragen, weil alle Jüngeren gar nicht in einer entscheidungsfähigen Position/Situation waren.

    Die Nazi-Keule, welche zwischenzeitlich schon in dritter Generation über deutschen Kindergärten und Klassenzimmer geschwungen wird, erzeugt nicht Verständnis sondern einen Minderwertigkeitskomplex und gehört, wie andere Kriegsbeile, vergraben.

    Es gibt diverse, perfekt gepflegte und unterhaltene Mahnmale zu diesem Thema, sei es Dachau, Bergen-Belsen etc. und kaum ein anderes Volk geht so ehrlich mit der Unrühmlichkeit seiner Geschichte um wie Deutschland. Von den 28 Millionen Russen oder den 70 Millionen Chinesen spricht kein Mensch; im nachbarschaftlichen Kambodscha wurden Millionen "genoziiert", ohne dass jemand aus der ersten Welt davon Kenntnis nahm (ausser den Amerikaner, welchen das zu verdanken ist).

    Die Thematik ist in die Proportion zu setzen, in welche sie gehört. Ich fühle mich weder schuldig noch verantwortlich für was VOR meiner Geburt geschah. Genozide sind immer schrecklich und wir müssen sicherstellen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Das Beispiel allerdings beweist, dass dem nicht so ist. Nur, ständig wieder Salz in die sich jeweils schließende Wunde zu streuen, hilft auch nicht.
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    • Felix Bornick, Khao Lak, Thailand
      Felix Bornick, Khao Lak, Thailand vor 3 Wochen
      Lieber Herr Fässler

      Danke für diese ausgezeichnete Stellungnahme! Es wundert mich immer wieder, was für Kommentare kommen, wenn es um das Thema "die Schweiz im zweiten Weltkrieg" geht. Von Schamgefühl und befleckter Schweizerfahne ist die Rede. Einfach völlig übertrieben! Persönlich bin ich glücklich, nicht in dieser dunklen Zeit gelebt zu haben. Da gab es nur Verlierer. Seien es unsere Eltern, Deutsche, Amerikaner, oder wer auch immer! Es ist einfach, aus heutiger Sicht unsere Vorfahren zu kritisieren. Wie hätte wir uns verhalten? Was damals richtig war, ist heute falsch. Niemand kann das im Nachhinein ändern.

      Bis heute wurde einiges aufgearbeitet.Z.B.die Bergierkommission, welche 2001 aufgelöst wurde, hat einiges Licht in das Kapitel "die Schweiz und der zweite Weltkrieg" gebraucht. Der vorliegende Bericht bringt ebenfalls etwas ans Licht. Im Endeffekt ist aber alles Geschichte und nicht wieder korrigierbar!

      Als Schweizer Bürger im Ausland lebend bin ich meinen Vorfahren dankbar, dass sie mir den Weg für ein mehr oder weniger sorgenfreies Leben geebnet haben. Dass Fehler passiert sind - Menschen machen Fehler, weil sie nicht perfekt sind - bestreitet niemand, aber von beschmutzter Fahne oder von Scham zu sprechen, finde ich übertrieben!
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    • Rosmarie Reichenbach, Guatemala-Stadt, Guatemala
      Rosmarie Reichenbach, Guatemala-Stadt, Guatemala vor 3 Wochen
      Ich bin 100% einverstanden mit Ihrem Kommentar, nicht vergessen, aber die Seite umblättern und dazu beitragen, dass das, was passierte, nicht nochmal passieren wird.
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    • Christopher Egli, Devon, PA USA
      Christopher Egli, Devon, PA USA vor 3 Wochen
      I agree with this commentary. There is a very common trope today, that "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it." It's a ridiculous idea, assuming that if everyone just learns about past atrocities, they will somehow turn to a state of peaceful bliss and affection for all human beings. Bunk! Black and white children in America go to grade school together, knowing nothing of history - they become friends and play together and pay no attention to color - are not even aware of it. Then they're taught about slavery and the mistreatment of their great grandfathers, and they LEARN to be resentful and indignant. From then on, they never look at a white person the same way again. What has "remembering" accomplished? It's ensured that old grudges are prolonged and will endure. Whether race or religion, those who insist on recalling a past injury, and are convinced of their righteousness - these are not ending the problems, they are perpetuating them.
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  • Ghyssaert Laurent, Bruxelles
    Ghyssaert Laurent, Bruxelles vor 3 Wochen
    Voulez-vous bien nous donner les références exactes du livre?
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    • Marc Lettau, Redaktion «Schweizer Revue»
      Marc Lettau, Redaktion «Schweizer Revue» vor 3 Wochen
      Der Titel des Buches:

      "Die Schweizer KZ-Häftlinge. Vergessene Opfer des Dritten Reichs",
      Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmid
      Verlag NZZ Libro; 320 Seiten, 147 Abbildungen.
      CHF 48.–
      Nur in deutscher Sprache erhältlich / en allemand
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  • Kati Lyon, Ottawa, Canada
    Kati Lyon, Ottawa, Canada vor 3 Wochen
    My grandfather, Franz-Joseph, lived not far from the Rhine in the Aargau. A Jewish door-to-door salesman from Germany frequently came before the war and grandfather did business with him. When the war started, the Jew managed to get across the Rhine on a stolen boat and arrived at my grandfather's house with a Leiterwagen and his young son and daughter, and his wife in the middle of the night. My grandparents sheltered them throughout the war and plans were made where they would hide if the invasion came, as they were sure it would one day. The authorities evidently never asked too many questions. When a German bus came with holiday makers and a sign saying WIR FAHREN IN UNSERE BERGE, my grandfather evidently stopped it, crossed out ''UNSERE'' and replaced it with ''SCHWEIZER'' and for that, he was black-listed by the Nazis. Thousand of other Jews were sheltered by us, far more, proportionately, than, for example, in the USA or Britain. People who say we could have done more are either plain ignorant or evil. Our ancestors could not have done any more. I despise anyone of those hate-mongering persons who now attack us without an iota of verifiable proof, and the immoral thieves who have the effrontery to demand payments, totally unsubstantiated. Be this as it may, it is long over. There are so many victims of war and of the most heinous war crimes today, in Africa and Asia, and the Middle East, including the Palestinians who claim that some eight million of them have disappeared or been killed by the Israelis since 1949. Let us help them as much as we can. As a small nation, we can't do everything. We are punching far above our capacity as it is. Let the ICJ examine the war crimes potentially committed and being committed today instead of attacking them. Let the distant past be buried. The Germans have suffered enough, and paid through the nose long enough. It's time to forgive and forget, as Christians must. Anything else is immoral. But since we are putzing around with WWII, let us look at the figures and see who suffered most: Some 30 million Axis soldiers were pitted against some 66 million Allied soldiers for six long years. The German ship Wilhelm Gustloff full of German refugees, mostly women and children was sunk in January 1945 with an estimated loss of about 9,400 people and remains the deadliest maritime disaster ever, far greater than the TITANIC, and nobody cared. Note below that almost four million Germans were killed and died as prisoners of war, arguably war crimes never investigated or compensated. They all, Allied and Axis soldiers, were forced to go through hell, not just a few. Let's remember that...and that in the end nobody really won. Here is the human balance sheet of WWII:

    COUNTRY GERMANY UK & Commw. USA
    NUMBER SERVED 18,200,000 17,834,000 15,353,639
    Killed/missing 5,318,000 580,497 407,316
    Wounded 6,035,000 475,000 671,846
    Prisoners of
    war captured 11,100,000 318,000 130,201
    Prisoners of
    war killed/
    missing 3,700,000 107,000 3,204
    -----------------------------------------------------
    COUNTRY RUSSIA JAPAN ITALY
    NUMBER SERVED 34,476,700 8,400,000 3,430,000
    Killed/missing 10,725,345 2,121,955 341,000
    Wounded 14,915,517 94,500 320,000 671,846
    Prisoners of
    war captured 5,750,000 40,000 1,300,000
    Prisoners of
    war killed/
    missing 1,910,000 10,300 129,300


    JEWS: 1933 Population in Europe
    (incl. Soviet Union): 9,067,000 DEATH: 4,869,860 LOW ESTIMATE
    5,894,716 HIGH ESTIMATE
    https://en.wikipedia.org/wiki/World_War_II_casualties

    NON-WHITE SOLDIERS: 1.45% in all Allied
    Services
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    • Hansjörg Romer, Medellin, Colombia
      Hansjörg Romer, Medellin, Colombia vor 3 Wochen
      Wow. Very comprehensive and enlightening... thank you for another angle...
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  • Abraham Andre Blum, Rischon Lezion, Israel
    Abraham Andre Blum, Rischon Lezion, Israel vor 3 Wochen
    Ich bin in Basel geboren und nach der RS nach Israel ausgewandert. Meine Schwiegermutter verlor ihr Schweizer Bürgerrecht, weil sie (in der Schweiz) einen Staatenlosen heiratete. Sie zogen nach Amsterdam. 1943 "tauchten sie unter", wie viele andere Juden, wurden aber verraten und mit zwei Kinder nach Auschwitz verfrachtet, wo sie vergast wurden. Drei kleinere Kinder (meine verstorbene Frau und zwei Brueder, 8-11 Jahre alt) waren in einem jüdischen Waisenhaus untergebracht, von wo sie ins holländische KZ Westerbork verschickt wurden. Verwandte in der Schweiz kauften für sie gefälschte Honduras-Paesse, die durch einen Glücksfall noch nach Westerbork, bevor sie auch nach Ausschwitz weiterbefördert wurden. So kamen sie "nur" ins KZ Theresienstadt (wo der Schweizer Rotkreuzdelegation vorgegaukelt wurde, wie gut es den Juden in den KZ eigentlich gehe. Sie überlebten und kamen nach Holland zurück. Eine Tante in Zuerich schrieb Gesuche, um das Mädchen zu sich zu bekommen. Diese wurden zuerst abgewiesen. Eine Intervention half erst, als eine Zeitung den Fall publizieren wollte. Jedes halbe Jahr wurde ihr Onkel aufgefordert, für eine Ausreise des verwaisten Mädchens zu sorgen! Nach dem Krieg! Das Ende? Wir trafen uns in Zuerich, heirateten - bis meine Frau nach 68 Jahren kürzlich starb.
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  • Regula Zwald, Deutschland
    Regula Zwald, Deutschland vor 3 Wochen
    Endlich wird diesen Menschen eine Stimme/ein Bild gegeben.
    Mir geht es auch so, im Geschichtsunterricht kamen wir bis zum 1. Weltkrieg, bei meiner Schwester 1 Jahr später das gleiche.
    Wir dürfen die Geschichte nicht leugnen. Es ist nun mal passiert.
    Schön dass Frau Sommaruga dies organisiert hat vor kurzem.
    Ich habe mich die letzten Jahre selber vielfach über die Geschehnisse rund um den 2 Weltkrieg informiert und vieles gelesen.
    Meine Grossmutter bestätigte mir auch, als sie noch lebte, dass damals in der Schweiz eine grosse Angst vor Hitler herrschte...
    Mein empfinden ist, dass viele Deutschen eine (grosse) Reue empfinden über das, was damals vor allem den Juden angetan wurde. Ich weiss von vielen, dass sie in der Schule extrem viel über den 2. Weltkrieg hörten, oft fast zu viel. Also ganz anders als ich es erlebte.
    Ich wohne seit ca. 15 Jahren im Schwarzwald und ich finde dass viele Deutsche "demütiger" sind als viele Schweizer, einfach, weil wir diese Geschichte nicht so nah miterlebt haben. Worum wir froh sein können, ich glaube auch Gott dankbar sein können. Meine Grossmutter sagte mir, dass mein Großvater damals im Militär an der Grenze war, das Meiste was sie getan hätten war beten, v. a. dass die Schweiz verschont bleiben möge. Wie wir heute wissen, hatten wir diese Bewährung.
    Unterdessen verurteile ich auch nicht "die Deutschen" ich glaube und weiss, dass "das Böse" in jedem von uns schlummert, das erlebe ich tagtäglich bei mir selbst. Ich glaube, dass, leider, jede Nation fähig/lenkbar ist/war um die damaligen Greuel zu vollführen, Hitler und seine Kumpanen haben die damalige (auch wirtschaftliche) Situation "ausgenützt" und so oft die Menschen manipuliert.
    Was man auch nicht vergessen darf, bevor man auf Deutschland zeigt, sie litten vor dem 2. Weltkrieg unter den Bestrafung des 1. Und die Behandlung der anderen Länder war hier oft unfair und eben auch unweise, da dies nur neuen Hass und teils auch Gegenwehr/rüstung erzeugte.
    Ich betone, ich heisse damit keinesfalls die Taten Deutschlands damals gut, jedoch auch nicht die Alleinschuld, schuldig waren viele und Leidtragende Millionen, danke dass sie einigen eine Plattform gaben.
    Ich für mich möchte es in meine Gebete nehmen, dass sowas nie wieder geschehen möchte/darf.
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  • Marc Lettau, Redaktion «Schweizer Revue»
    Marc Lettau, Redaktion «Schweizer Revue» vor 3 Wochen
    Verschiedene Leserinnen und Leser haben nach den genauen Angaben zum Buch gefragt:

    "Die Schweizer KZ-Häftlinge. Vergessene Opfer des Dritten Reichs",
    Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmid
    Verlag NZZ Libro; 320 Seiten, 147 Abbildungen. CHF 48.–

    Der Titel ist bis jetzt nur in deutscher Sprache erhältlich.

    Webseite des Verlags:
    https://www.nzz-libro.ch/schweizer-kz-haeftlinge-opfer-des-dritten-reichs-namensliste
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  • Jan De Baere, Deutschland, Xanten
    Jan De Baere, Deutschland, Xanten vor 3 Wochen
    Grenzen!? Länder!? Dieses nationalistische Denken sollte langsam der Vergangenheit angehören. WIR SCHWEIZER, WIR DEUTSCHE etc.
    Jeder weiß doch inzwischen, was Bürokratie, Korruption etc. mit sich bringt. Und zwar überall auf der Welt. Es ist hirnverbrannt, ein Land, ein Volk zu beschuldigen oder meinetwegen zu loben. Es geht in jedem Fall um den Menschen und nicht um seine Nationalität. Dreihundertundnochwas Schweizer?! Darum geht es nicht. Nicht ums Schweizer sein...sondern um all das Tragische was Menschen welcher Nationalität auch angetan wurde.
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  • Rod Roderer, Utah, USA
    Rod Roderer, Utah, USA vor 3 Wochen
    Es ist im Nachhinein einfach zu sagen, dass das ein dunkler Fleck in der Vergangenheit der Schweizer war. Ich habe auch einige Jahre in Deutschland gelebt und durch mein soziales Engagement mit vielen Menschen aus der Kriegsperiode gesprochen. Die Mehrzahl der Menschen in Deutschland hatten bis lange in die entsetzliche Entwicklung des Nationalsozialismus keine Ahnung, was sich damals abgespielt hat. Mein Vater hat als junger Mann viele Monate die Grenzen von Deutschand in die Schweiz, als Soldat im Aktivdienst, gesichert. Der Befehl war, dass das Schweizer Militar, niemanden über die Grenzen lassen durften. Unter grosser Gefahr, haben seine Kameraden und er zahlreiche Juden, meist Frauen und Kinder, über die Grenzen "einreisen" lassen. Am Anfang hat kaum jemand hat vom entsetzlichen Elend der verfolgten Menschen gewusst.
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  • Rafael Silbiger, Basel, Schweiz
    Rafael Silbiger, Basel, Schweiz vor 3 Wochen
    Vielen Dank für ihr Artikel.
    Ich finde es wohl sehr schade, dass die Schweiz keinen Vertreter für den Gedenkanlass "75 Jahre Auschwitz-Befreiung" nach Israel geschickt hat. 49 Länder schicken Könige und Präsidenten, die Schweiz hält sich jedoch zurück. Geschichte darf nicht vergessen werden!
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  • Tamara Schreiber, Neuseeland
    Tamara Schreiber, Neuseeland vor 3 Wochen
    Ein sehr eindrücklicher Bericht und sicherlich ein interessantes Buch. Ich bin viele Jahre nachdem zweiten Weltkrieg geboren und lernte nur über Erzählungen von meinen Eltern oder ganz wenig über den Krieg in der Schule. Im Ausland wird man als Schweizer 'bestaunt' wie 'wir'es möglich machten, uns aus dem Krieg zu halten und neutral zu bleiben.
    Unsere Vorfahren waren nicht aktiv dabei, aber zu glauben das 'wir' einen Heiligenschein über uns trugen, ist wohl etwas naiv. Im Endeffekt geht alles um Macht, Geld und Ruf, da sind wir Schweizer nicht anders als andere Nationen. Das Wohl des Menschen ist leider noch immer weit unten auf der Prioritätenliste. Es wird Jahrhunderte dauern, bis sich das ändern wird, es hat auch Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende gebraucht, um in diesem Schlamassel zu landen. Ich glaube jedoch, wenn jeder einzelne sich auf das Positive und Gute fokussiert auch mehr Positives und Gutes geschieht.
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  • Lawrence Suter. Stateline Nevada, USA
    Lawrence Suter. Stateline Nevada, USA vor 3 Wochen
    Any serious study of Swiss and German history will confirm how close Switzerland was to Hitler’s ambition to annex all German speaking people. The pragmatic approach of the Swiss government may be criticized 80 years later but let’s be realistic. If the Swiss Federation had provoked Berlin it would have been invaded and absorbed into the German Reich. The result would have been millions of victims instead of hundreds. Go ahead and insult and critique our history, but have the decency to admit how close our country came to total defeat if we had pushed too hard.
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  • Rebecca Schwarz, GB
    Rebecca Schwarz, GB vor 3 Wochen
    Est-ce qu’il y a une version en français?
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  • Iris Weber, Hannover, Deutschland
    Iris Weber, Hannover, Deutschland vor 3 Wochen
    In meiner Schulzeit wurden wir überhaupt nicht aufgeklärt über das Verhalten der Schweiz im 2. Weltkrieg. Erst ein Jahrzehnt später wurde ich durch eine Sendung im FS auf die Schattenseiten der Schweiz aufmerksam: u.a. Waffenlieferungen, Raubgold...
    Natürlich hat die Schweiz Gutes getan. Nur wenige sympathisierten mit Hitler. Das aber die eigenen Bürger in Europa, insbesondere in Deutschland alleine gelassen wurden, war mir nicht bekannt. Wie gut, wenn Geschichte aufgearbeitet wird und Länder zu ihren Schandflecken stehen.
    Mich würde interessieren, ob die in der Schweiz lebenden Schweizer-Juden, Schweizer-Sinti und Roma sich absolut integriert fühlen. Ich hoffe sie werden nicht ausgegrenzt oder verfolgt, wie das leider hier und da in Deutschland der Fall sein soll.
    Ich selber war schon im Anne Frank Haus in Amsterdam und in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. In Bergen-Belsen waren wir mit meinem Sohn und den Neffen aus der Schweiz. Sie waren damals ca. 7, 9 und 11 Jahre alt. Keines unserer Kinder, sie waren von uns begleitet worden, mit all ihren Fragen, hat es je bedauert, dort gewesen zu sein. Ihre Oma, unsere Mutter hat den 2. Weltkrieg hautnah miterlebt. Sie war Deutsche. Immer und immer wieder hat sie Kriegserlebnisse uns Kindern, später ihren Enkeln erzählt. Jahre später waren wir mit ihr auf Usedom. Sie hat als junges Mädchen hautnah dort erlebt wie die Alliierten Bomben und Phosphorbomben abgeworfen hatten.

    Diese „Besuche“ und Erzählungen hinterließen bei uns allen bleibende Eindrücke. Wenn ich aber an das riesige Denkmal in Berlin denke, es ist imposant, ja, aber.......
    Ich wünschte mir authentische Dokumentationen mit Bildern, Kurzfilmen und kein monumentales Denkmal wie in Berlin. Ich wünschte mir auch die Mitwirkung von „betroffenen Schweizer-Juden, Schweizer Sinti-Roma bzw. deren Nachkommen. Möge sich diese schreckliche Zeit nie wiederholen!
    Dafür brauchen wir viel Aufarbeitung, Aufklärung auch mit Kindern im Schulunterricht auch in der Schweiz.
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  • RIBAUX Gilbert, Montady, France
    RIBAUX Gilbert, Montady, France vor 3 Wochen
    J’ai lu avec beaucoup d’intérêt votre article sur « les Suisses dans les camps de la mort hitlériens ». Je découvre l’atrocité que nos compatriotes ont subit. Je suis né en juin 1944 à Neuchâtel. Lors de ma scolarité et même en apprentissage , puis le service militaire, les informations sur ce qu’il s’était passé n’ont jamais été communiquées. Il est dommage que nos grands - parents, parents ne nous ont pas renseigné.
    Maintenant, je suis à la retraite, j’ai le temps de m’informer par les livres et documentaires . Merci encore beaucoup pour votre article.
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  • Peter Schwerzmann, Pattaya, Thailand
    Peter Schwerzmann, Pattaya, Thailand vor 3 Wochen
    Lügen und Unterdrückungen werden geschützt. Bei 9/11 lügen sie, dass die Schwarten krachen. Warum sollten sie beim Holocaust die Wahrheit sagen?
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  • J.-M. Houriet, Canada
    J.-M. Houriet, Canada vor 3 Wochen
    Ils sont morts... paix à leurs cendres mais que l'on arrête de revenir sur le sujet de la 2e Guerre mondiale… bon sang !
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    • Georges LUCCHINI GRISSE VANHEULE, Vannes, France
      Georges LUCCHINI GRISSE VANHEULE, Vannes, France vor 3 Wochen
      Merci pour votre contribution à cet effort de mémoire pour que les femmes, les hommes et les enfants ayant été dans ces camps ne soient jamais oubliés !
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    • Iris Weber, Hannover, Deutschland
      Iris Weber, Hannover, Deutschland vor 3 Wochen
      Leider ist mein Schulfranzösisch schon viele Jahrzehnte her. Mir ist es nicht möglich auf Französisch zu antworten. Doch so wie mir ihr Kommentar übersetzt wird möchte ich das nicht stehen lassen.

      Gesine Schwan schrieb einmal:
      Statt also die Vergangenheit weiter zu beschweigen, wie es bis heute zumindest bei individueller Schuld aus Scham vielfach geschieht, können wir die historische Verantwortung produktiv in die Gegenwart und Zukunft wenden und uns künftig daran messen lassen, dass – und vor allem was – wir aus unserer Schuld gelernt haben.

      Der Holocaust-überlebende Journalist Marian Turski sagte auf der Gedenkfeier in Auschwitz:
      Seid niemals gleichgültig. Seid niemals gleichgültig, wenn Minderheiten abgewertet werden. Seid niemals gleichgültig, wenn die historische Wahrheit zu gegenwärtigen politischen Zwecken missbraucht wird. Denn wenn ihr gleichgültig seid, dann ist all das wieder möglich. Und Turski schließt mit dem mahnenden Satz „Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen“.

      Ich finde wir haben die Pflicht Vergangenheit aufzuarbeiten und daraus zu lernen!
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  • Roger RICHARD, Vitry sur Seine, France
    Roger RICHARD, Vitry sur Seine, France vor 3 Wochen
    Que la Suisse reste toujours une terre d'accueil. Merci pour ce travail de mémoire, ces témoignages sont nécessaires pour construire l'avenir.
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  • Felix Leisinger, Philippinen, Silang, Cavite
    Felix Leisinger, Philippinen, Silang, Cavite vor 2 Wochen
    Seinerseit wurde man durch Heirat Schweizer oder Schweizerin; heute dürfen mit Schweizern verheiratete Ausländer 12 Jahre warten.
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  • José Abt, Cali, Colombia
    José Abt, Cali, Colombia vor 2 Wochen
    Auf was wartet die "Revue", die Website mit den Lebensgeschichten der Opfer, als virtuelle Gedenkstätte zu öffnen?
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  • Sofie Rytz, Scotland
    Sofie Rytz, Scotland vor 2 Wochen
    Great work! I didn't know this, as I am an 80s child.
    Let's not blame but learn from the past.
    May the story of this dark time be remembered and told in future and it's victims and heroes never be forgotten.
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  • Crystina Wyler, Virginia, USA
    Crystina Wyler, Virginia, USA vor 2 Wochen
    Thank you for creating this great effort! I look forward to reading it.I write this today from the USA, where so many events are occurring daily that can well change the course of our democracy. It is more important than ever to make very sure that the stories/ lives are not lost and forgotten. We may not learn from our past mistakes, but we must always be reminded of them!
    Creating a Digital Memorial would be a powerful and beautiful idea!
    Thank you all for providing me with a bit of 'hope'!
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  • Anne Marie Calame-Rosset, Besançon, France
    Anne Marie Calame-Rosset, Besançon, France vor 6 Tagen
    merci pour cet article très interessant concernant une page bien triste de l'histoire suisse. Il faudrait peut-être un autre article concernant les suisses de l'étranger qui ont sauvé des familles juives de l'extermination . Mon beau père originaire du Locle et fils d'émigré suisse en France (crise de l'horlogerie) habitant à Chalons sur saône en 1940 a fait passé la ligne de démarcation à de nombreuses reprises à des familles juives sans aucune demande de rétribution.Arrêté par les allemands il sera emprisonné à Chalons,puis libéré après l'intervention de la croix rouge suisse.Après la guerre il recevra la croix de guerre par le gouvernement du général de Gaulle. Son nom: Georges Calame-Rosset
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