Stich für Stich in ein neues Leben

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Der Luzerner Matthias Oppliger (45) schenkt Opfern von Menschenhandel neue Perspektiven und stellt sie in seiner Näherei in Tel Aviv ein. Ein Projekt, das sich bis hin zur israelischen Regierung durchgesprochen hat.

Seine Idee: Familienferien in Tel Aviv entpuppten sich als Startschuss für ein neues Leben. Der Schweizer Familie kam die Idee, Arbeitsplätze für ehemalige Sexarbeiterinnen und andere Opfern von Menschenhandel zu schaffen. Sie fand damit in Israel schnell Gehör.

Sein Projekt: In der Firma «kitepride» werden heute Taschen und Rucksäcke aus ausgedienten Kitesurfing-Segeln, Fallschirmen, Yacht-Segeln oder Neopren-Anzügen genäht. Das Unternehmen will ehemaligen Opfer von Menschenhandel eine neue Perspektive schenken. Ehrliche Arbeit für ehrliches Geld. Und ein sicheres Umfeld ohne Ausbeutung.

Sein Standort: Geschäftsleiter und Gründer Matthias Oppliger hat dafür einen strategischen Ort ausgesucht. Es befindet sich im Süden Tel Avivs. Eine Nachbarschaft, deren Bild von Flüchtlingen und häufig von Opfern des Menschenhandels geprägt ist. Viele Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion tummeln sich hier. Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden.

Sein Erfolg: Oppliger beschäftigt 15 Mitarbeitende und acht freiwillige Helfer aus aller Welt. Nicht alle von ihnen haben eine dramatische Vergangenheit. Auch Freiwillige, unter anderem aus der Schweiz, packen regelmässig mit an. Junge Menschen, die während ihren Ferien Gutes tun wollen und ihre Zeit in Israel sinnvoll nutzen möchten. «Wer gibt, der bekommt auch», sagt Oppliger. Und das sei ein Lohn, für den es sich zu arbeiten lohne.

 

Der ausführliche Artikel ist auf swissinfo.ch, dem zehnsprachigen Online-Service der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR), erschienen. Leben Sie auch im Ausland? Markieren Sie auf Instagram Ihre Bilder mit #WeAreSwissAbroad.

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