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Die Berufslehre verliert an Boden

Die praxisnahe Berufslehre ist eine Schweizer Erfolgsgeschichte. Doch sie verliert derzeit bei Jungen an Beliebtheit: Immer mehr wollen nach der obligatorischen Schulzeit ans Gymnasium. Ausgeprägt ist dieser Wunsch bei Mädchen: Jedes zweite will ans Gymnasium. Als Folge blieben 2019 in der Schweiz bei Beginn des neuen Lehrjahres 15 000 Lehrstellen unbesetzt. Das ist für viele Firmen ein Problem.

Lukas Bärfuss erhält Georg-Büchner-Preis

Erstmals seit 25 Jahren wird wieder ein Schweizer mit dem wichtigsten deutschen Literaturpreis ausgezeichnet: Der mit 50 000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis geht heuer an den Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss (1971). Er wird ihm am 2. November in Darmstadt verliehen. Die Jury würdigt Bärfuss als «herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur». Bärfuss begleite die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick.

Frauenstreik mit historischer Dimension

Der Frauenstreik vom 14. Juni 2019 (siehe «Revue» 3/2019) geht als grösste politische Demonstration in die moderne Geschichte der Schweiz ein. Über den gesamten Tag beteiligten sich mehrere Hunderttausend Frauen an den Aktionen und Arbeitsniederlegungen. Der Streik erreichte in allen grossen Städten historische Dimensionen. Seine Hauptforderung war die Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben und in der Gesellschaft, konkret zum Beispiel «gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit».

Das Matterhorn bröckelt

Das alpine Wahrzeichen der Schweiz, das Matterhorn, steht in den Schlagzeilen: Bergführer fordern nach tödlichen Unfällen dessen Sperrung. Die Standortgemeinde Zermatt stellt sich gegen diese Forderung. Ursache der Unfälle sind steigende Temperaturen: Weil der Permafrost auftaut, stürzten am Matterhorn Teile der gesicherten Route in die Tiefe – samt Alpinisten. Schmelzender Permafrost ist in der Schweiz in alpinen Lagen eine generelle Herausforderung.

Waffenexporte in der Kritik

Die Schweizer Stimmberechtigten werden über Kriegsmaterialexporte abstimmen können: Die nötigen Unterschriften für die sogenannte «Korrektur-Initiative» sind in Rekordzeit zusammengekommen. Mitte Juni wurde die Initiative eingereicht. Sie ist eine Reaktion auf den Plan des Bundesrats, Waffenexporte in Bürgerkriegsländer zuzulassen (siehe Editorial in «Revue» 3/2019).

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