Leserbriefe

Die «Schweizer Revue» im Allgemeinen

Wir lesen die «Schweizer Revue» sehr gerne. Dabei bevorzugen wir die gedruckte Version. Diese Publikation ist meine Hauptinformationsquelle über die Vorgänge und Ereignisse in der Schweiz, da ich keine andere Zeitung abonniert habe und auch keine andere Kommunikationsform nutze. Die «Schweizer Revue» ist meiner Meinung nach ausgewogen und doch kritisch gegenüber den Herausforderungen, denen sich unser Land gegenübersieht. Es macht auch Spass, über die Aktivitäten anderer Clubs in den USA zu lesen. Ich hoffe, dass es diese Publikation noch lange geben wird.

Fred Lindner, St. Paul, Minnesota, USA

E-Voting im Gegenwind

E-Voting ist in meiner Ansicht der einzige Weg, heutzutage wählen zu können. Zwar lebe ich in Kanada und in der Regel wird die Post relativ schnell zugestellt, aber in welchem Jahrhundert leben wir denn? Ich denke, es geht hier nicht nur um uns Auslandschweizer, es geht doch bestimmt auch um die junge Generation in der Schweiz. Wird diese junge Generation brieflich abstimmen oder ins Stimmlokal gehen? Ich jedenfalls bezweifle das. Ich hoffe doch sehr, dass die Schweiz ihre Demokratie aufrechterhalten kann und allen eine faire Chance zum Mitbestimmen gibt.

Christine Meichssner, Vancouver, Kanada

Weitere Kommentare zum Thema E-Voting auf www.ogy.de/no-e-voting

Die Schweizer Jugend heizt die Klimadebatte an

Der Artikel ist sehr aufschlussreich. Es ist erfreulich, dass sich Jugendliche so intensiv mit dem Klimawandel beschäftigen. Wichtig ist nur, dass sie ihr eigenes Verhalten auch diesen Zielen entsprechend anpassen. Dann beginnen vielleicht auch die Politiker ernsthaft und zielorientiert die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen und eventuell noch erforderliche Gesetze zu beschliessen.

Ulrich Mentz, Deutschland

Für die meisten sind die Klimastreiks ein Grund, um nicht in die Schule zu gehen. Sie streiken für den Klimawandel, wollen aber auf nichts verzichten. Wie wäre es, die Geschäfte und Läden wieder zu normalen Zeiten zu schliessen? Auch Bars und Restaurants müssen nicht die ganze Nacht offenbleiben. Aber wenn es um den Umsatz geht, spielt das Klima keine Rolle mehr. Skipisten werden für die Winterferien beschneit, damit der Tourismus läuft. Und was wird gegen die Übervölkerung getan? Das einzige, was die Politik tut, sind immer neue Steuern zu erfinden.

Renato Besomi, Javea, Spanien

Apollo 11 und das schöne Mondspielzeug aus Bern

Herzliche Gratulation zu der aussergewöhnlich gelungenen und informativen Mai-Ausgabe. Besonders die Glitzerfolie – das Sonnenwindsegel der Uni Bern – hat es mir angetan. Als kleiner Bub durfte ich damals aufbleiben und die Mondlandung live anschauen. Allerdings hätte ich gerne noch gewusst, welche Unstimmigkeiten in der Urknalltheorie dank des Berner Sonnenwindexperiments bereinigt werden konnten.

Dan Peter, Gomaringen, Deutschland

Replik der Redaktion

Gerne liefern wir die – etwas komplexe – Erklärung nach, inwiefern das Berner Sonnensegel zur Bereinigung der Urknalltheorie führte. Bis Mitte der 1960er-Jahre standen zwei Theorien über die Evolution des Universums in einem heftigen Wettbewerb. Der russische Kosmologe Alexander Friedmann kam 1922 zum Schluss, wir lebten in einem sich ausdehnenden Universum, das mit einem Urknall begonnen habe. Dieser Urknalltheorie, die selbst von Albert Einstein in Zweifel gezogen wurde, stand die Steady-State-Theorie von Fred Hoyle, Thomas Gold und Hermann Bondi gegenüber: Das Trio sprach 1948 von einem sich ständig erweiternden Universum ohne Anfang. Mathematisch gesehen waren beide Theorien gültige Lösungen von Einsteins Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Beide waren kompatibel mit den Beobachtungen von Edwin Hubble vom expandierenden Universum (1926).

Schliesslich gab die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung der Steady-State-Theorie den Todesstoss. Doch der Ursprung einiger Isotope konnte gleichwohl nicht zufriedenstellend erklärt werden. So blieb etwa die Häufigkeit von Deuterium ein Rätsel. Das Berner Sonnenwindexperiment löste dieses Rätsel. Dank ihm liess sich nachweisen, dass Deuterium in der protosolaren Wolke bis zu zehnmal weniger vorkommt als auf der Erde oder in Meteoriten. Damit liess sich die Hypothese bestätigen, dass Deuterium ausschliesslich im Urknall produziert wurde.

Um die Sache doch noch etwas komplizierter zu machen: Der vom Segel aufgefangene Sonnenwind enthielt gar kein Deuterium. Dieses ist nämlich bei der Entstehung der Sonne aus dem protosolaren Nebel schon vollständig zu Helium-3 verbrannt. Das Sonnenwindsegel misst also das gesamte Helium-3. Davon muss man das ursprüngliche Helium-3 abziehen, wie man es in Meteoriten oder im Jupiter misst, um so auf das Deuterium im protosolaren Nebel zu kommen.

Weitere Einzelheiten zum «Deuterium-Puzzle» in der Zeitschrift «Spatium» des International Space Science Instituts, ISSI (in englischer Sprache, ab Seite 15): www.ogy.de/deuterium

Kommentare (2)
  • Kurt Stauffer, South Africa
    Kurt Stauffer, South Africa am 19.09.2019
    Leider sind wir Schweizerinnen und Schweizer vom Abstimmen in der Schweiz ausgeschlossen worden! Da das E-VOTING nicht mehr funktioniert! Das Stimmaterial kommt zu spät an in der RSA und zum retour senden reicht es überhaupt nicht mehr! Schade! Aber was solls, die meisten Schweizerinnen und Schweizer sind ja sowieso gegen das Stimmrecht der Auslandschweizer! Dies nennt man Solidarität!
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    • Marianne Kaphengst, Ratingen, Deutschland
      Marianne Kaphengst, Ratingen, Deutschland vor 3 Wochen
      Genau so empfinde ich es auch. In Schweizer Publikationen bzw. Leserbriefen gibt es sehr viele "echte InlandschweizerInnen" die den AuslandschweizerInnen das Recht zu wählen in Frage stellen.
      Das ärgert mich sehr und ich empfinde mich als Schweizerin 2. Klasse.
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