Roland Zoss & Jimmy Flitz

Kaum setzt Roland Zoss zum rockigen Refrain an, singen Scharen von Vier- bis Neunjährigen mit: «Jimmy Flitz, Jimmy Flitz ...» Die musikalischen Mundartgeschichten rund um die Maus Jimmy Flitz und ihre tierischen Freunde kennt in der Deutschschweiz jedes Kind. Zoss ist einer der wenigen Kinderliedermacher im Land, und wohl der umtriebigste. Vor zwanzig Jahren gab der Berner seinen Lehrerjob auf und machte die Kinderunterhaltung zum Beruf. Der mutige Schritt wurde durch Erfolg belohnt. Mit seinen Songs, den Konzerttourneen, den Musikhörspielen, einem Adventsmusical sowie mehreren Bilder- und Lesebüchern hat Zoss ein fantasievolles Paralleluniversum für die Kleinen geschaffen. Mäuserich Jimmy Flitz als populärste Figur ist frech, aber sympathisch. Er haust hoch oben im Kirchturm des Berner Münsters. Dass ihn sein Schöpfer als «Schweizer Maus» im rot-weiss gestreiften Pullöverchen konzipierte, erwies sich als clever. Die Schweizer Post gab Jimmy zu Ehren eine Briefmarke heraus. Und Schweiz Tourismus diente der Mäuserich als Swissness-Botschafter. «Eingefallen ist er mir aber auf den Liparischen Inseln», schmunzelt Zoss. Dort verbringt der Musiker und Autor ein paar Monate im Jahr. Er ist selber Vater und ein gesellschaftlich engagierter Mensch. So verpackt er Botschaften in seine Werke: über Freundschaft, Selbstvertrauen, Naturschutz. Mit dem wuscheligen Dinosaurier namens «Xenegugeli» lernen die Kids spielerisch das ABC. Auch als digitale App in fünf Sprachen. «Erwähnen Sie das doch, es könnte für die Auslandschweizer interessant sein», schlägt Zoss vor. Er gewann schon Preise und arbeitete mit Schweizer Musikgrössen zusammen. Diesen Sommer wird der Kinderliedermacher 68, doch er will weiterhin Konzerte geben. Auch erscheint ein neues Jimmy-Flitz-Lesebuch. «Das macht alles so viel Spass und hält jung!», sagt Zoss in seinem angenehmen Bariton.

SUSANNE WENGER

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