Gewürzduft lockte ihn von den Paragraphen weg

Als Backpacker liess sich der Jurist Raphael Flury von Ostafrika begeistern. Jetzt leitet der 28-jährige Auslandschweizer ein biozertifiziertes Gewürzproduktions- und Handelsunternehmen auf der Gewürzinsel Sansibar.

Mein Job: Ich folgte meinem inneren Drang, in möglichst jungen Jahren einen unkonventionellen Schritt für ein interessantes und trotzdem wirtschaftsnahes Leben zu wagen. Es ist sehr erfüllend, mit Naturprodukten wie Zimt, Pfeffer, Vanille und Nelken zu arbeiten sowie auf Augenhöhe mit den Kleinbauern zu lernen, wie diese Produkte produziert und verarbeitet werden.

Mein Tansania: Das Land ist riesig und erstreckt sich durch diverse Klimazonen. Entsprechend attraktiv sind der Lebensraum und die Outdoor-Aktivitäten. Die Sonntagsausflüge an die perfekten Sandstrände wirken im Vergleich zum turbulenten Alltag beinahe surreal.

Meine Schweiz: Der Geburtsort ist eine der wenigen wegweisenden Lebensentscheidungen, auf die man keinen Einfluss nehmen kann. Wir sollten deshalb dankbar sein, in einem stabilen, sicheren, friedlichen und gut organisierten Land aufwachsen zu dürfen. Im Ausland sieht man jedoch auch viele alternative Lebensmodelle, die wahrscheinlich dem einen oder anderen Schweizer zu mehr Zufriedenheit verhelfen könnten.

Mein Herz: Ich habe in der Schweiz aus Überzeugung an jeder Wahl oder Abstimmung teilgenommen, was mir als Auslandschweizer leider nicht immer gelingt. Entsprechend bedauere ich, dass das E-Voting in meinem Heimatkanton vor ein paar Jahren aufgrund einer festgestellten Sicherheitslücke abgebrochen werden musste.

 

Dieses Interview ist auf swissinfo.ch, dem zehnsprachigen OnlineService der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR), erschienen. Leben Sie auch im Ausland? Dann markieren Sie auf Instagram Ihre Bilder mit #WeAreSwissAbroad.

 

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