«Die Schweiz ist immer noch eine Art politische Oase»

Der 32-jährige Globetrotter Robert Woodrich wurde in Kanada geboren und lebt heute in Thailand, wo er ein eigenes Unternehmen leitet. Wegen familiärer Wurzeln aber war für ihn die Schweiz immer eine Art «zweite Heimat».

Mein Job: Ich erhielt 2016 die Möglichkeit, für eine amerikanische Public-Relations-Firma im Herzen von Bangkok zu arbeiten. Diese Stellung ermöglichte mir, die regionale Unternehmenslandschaft kennenzulernen, mich zu vernetzen und längerfristige Pläne anzugehen. Nach etwa einem Jahr in Thailand wagte ich den Schritt zur Gründung und Leitung einer eigenen Firma.

Mein Thailand: In vielerlei Hinsicht geniesse ich in Thailand eine höhere Lebensqualität als in Kanada. Ich kann mir beispielsweise ein Dienstmädchen leisten, das mir die Wäsche macht. Das Essen ist absolut fantastisch, aber es ist nicht das, was man in westlichen Thai-Restaurants vorgesetzt erhält.

Meine Schweiz: Mein Bild der Schweiz von aussen betrachtet ist vermutlich eher romantisch – meine schönsten Erinnerungen sind von vor langer Zeit. Seitdem hat sich viel verändert. Doch in einer Zeit, in der europäische Länder von einer Krise in die nächste schlittern, scheint die Schweiz immer noch eine Art politische Oase zu sein.

Mein Herz: Mir fehlt die Schweiz wegen dem, was sie für mich darstellt – eine Zeit, als meine Familie und ich alle zusammen an einem Ort waren. Heutzutage leben wir verstreut auf drei Kontinenten. Auf einer praktischeren Ebene hätte ich gerne etwas von der Sauberkeit der Schweiz, von ihren Naturlandschaften und der politischen Stabilität.

 

Dieses Interview ist auf swissinfo.ch, dem zehnsprachigen OnlineService der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR), erschienen. Leben Sie auch im Ausland? Dann markieren Sie auf Instagram Ihre Bilder mit #WeAreSwissAbroad.

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