Die Schweizer Medienszene im Stresstest

Grossangriff auf den Service public durch die No-Billag-Initiative, Überlebenskampf in der Presse, zarte Neuansätze bei Online-Medien: Die Schweizer Medienlandschaft ist im Umbruch.

Man weiss noch nicht so recht, ob sie bloss eine Tischbombe ist oder vielleicht doch die terminale mediale Atombombe: die No-Billag-Initiative. Die Kurzform des Initiativtitels ist klug gewählt. Denn die Billag zieht die obligatorischen Radio- und Fernsehgebühren ein – und geniesst im Volk ungefähr gleich viel Sympathie wie die Steuerverwaltung. Doch beim Volksbegehren geht es nicht um die Firma Billag, sondern um nichts weniger als die Zukunft der schweizerischen Medienlandschaft. Die Initiative fordert nämlich kurz und bündig die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren. Würde sie bei der Abstimmung vom 4. März angenommen, wäre Sendeschluss. Der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) würde die finanzielle Basis entzogen, aber auch 34 private Radio- und Fernsehstationen wären massiv betroffen.

Die Initiative wurde vor einigen Jahren von einer kleinen Gruppe lanciert, unterstützt von einigen SVP- und FDP-Jungpolitikern. Ganz ernst nahm man die Initianten zu Beginn nicht. Doch nun steht fest: Das einst unbedeutende Grüppchen hat die bisher wohl fundamentalste und heftigste medienpolitische Debatte der Schweiz ausgelöst. Und ein Ja an der Urne könnte das helvetische Mediensystem in seinen Grundfesten erschüttern. «Für die Schweiz wäre das wirklich schlimm», sagt Silke Adam, Professorin und Direktorin am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern. Dies vor allem deshalb, «weil der Qualitätsjournalismus in der Schweiz ohnehin vor grossen Finanzierungsproblemen steht».

«Klassischer Journalismus in der Krise»

Die Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk fällt mitten in eine Zeit, in der das schweizerische Mediensystem einem heftigen Stresstest ausgesetzt ist. Die Presselandschaft erlebt einen grundlegenden Wandel. Die Stichworte lauten: Kostendruck, Konkurrenz aus dem Internet und einbrechende Werbeeinnahmen. «Der klassische Journalismus ist in einer grossen Krise», diagnostiziert Silke Adam.

Zum einen bietet das Internet eine bisher noch nie dagewesene Fülle an Informationen, doch die Übersicht und der kritische Umgang mit den Quellen bleiben häufig auf der Strecke. Jede und jeder kann sich aus dem Netz holen, was ihr oder ihm gerade gefällt. Dabei besteht die Gefahr, dass man sich in sogenannten Echo-Kammern verliert, in denen das besonders laut widerhallt, was zur eigenen Gesinnung passt. Für den demokratischen Diskurs ist das gefährlich. Gerade in Zeiten einer überbordenden und mit Fake-News manipulierbaren Informationsflut bräuchte es die dem Publikum und nicht den Machtträgern verpflichtete, ordnende und einordnende Hand, finden viele. Gut ausgebildete und unabhängige Journalisten könnten diese Schleusenwärterrolle einnehmen – mit fundierten Artikeln, Hintergrundberichten, Kommentaren sowie öffentlich und transparent geführten Debatten. Solche Übersicht bietende Debatten seien gerade in der direkten Demokratie unabdingbar.

Doch die klassischen Medien haben gegenüber dem Internet einen schweren Stand. Die Werbegelder fliessen im grossen Stil weg zu den sozialen Medien und den algorithmusgesteuerten Plattformen wie Google und Facebook. «Die Werbung als wichtigste Einnahmequelle der Verlage koppelt sich vom Journalismus ab. Und es ist schwierig heutzutage, journalistische Leistungen zu refinanzieren», sagt Adam. Gleichzeitig kämpfen die Medien gegen die Gratiskultur der Nutzerinnen und Nutzer.

Grossverlag macht radikalen Schnitt

Die Schweiz hat immer noch viele Zeitungstitel, doch das täuscht nicht über eine Tatsache hinweg: Die Pressevielfalt schwindet, die Konzentration schreitet rasant voran. Die drei grössten Schweizer Verlagshäuser kontrollieren heute schon über 80 Prozent des Deutschschweizer Marktes. Es sind dies Tamedia mit dem Tages-Anzeiger, Bund, der Berner Zeitung, Sonntags Zeitung, dem Gratisblatt 20 Minuten und vielen anderen Printtiteln, Ringier mit dem Blick, Sonntags Blick, der Schweizer Illustrierte und anderen Titeln und Radiostationen, sowie die NZZ-Gruppe mit der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ am Sonntag, Luzerner Zeitung, dem St. Galler Tagblatt und einigen Radiostationen.

Besonders augenfällig sind derzeit die Veränderungen bei Tamedia. Es ist das Medienhaus mit der grössten Reichweite in der Schweiz und gleichzeitig ein Mischkonzern. Mit der Gratis-Pendlerzeitung 20 Minuten besitzt die Firma das meistkonsumierte Medium des Landes. Allein die Printausgabe erreicht täglich zwei Millionen Leserinnen und Leser. Das zieht die Werbung an. Das Unternehmen macht zudem mit Adresshandel und Internet-Marktplätzen wie Homegate, Ricardo oder Immostreet viel Geld. 2016 erwirtschaftete Tamedia 122 Millionen Franken Gewinn – so viel wie kein anderer Medienkonzern.

Während es bei Tamedia also durchaus lukrative Bereiche gibt, läuft es im klassischen Tageszeitungsgeschäft schlecht. Der für sein striktes Renditedenken bekannte Konzern investiert kaum mehr in den Journalismus. Statt die Gewinne in innovative Medienprojekte zu stecken, reagiert der Konzern seit 20 Jahren auf sinkende Abonnements- und Werbeeinnahmen immer gleich: mit Abbau. Das führt nun zur bislang spektakulärsten Form von innerer Pressekonzentration. Die 14 Tamedia-Zeitungstitel bleiben zwar alle erhalten, doch nationale Politik, Ausland, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Hintergrund, Wissenschaft und Sport werden in zwei zentralen Redaktionen – je einer in der Deutschschweiz und der Romandie – zusammengefasst. Dort beziehen alle Blätter der Tamedia-Gruppe dieselben fertig gelayouteten Seiten. Besonders heftig trifft es Bern. Denn bis anhin hatten die beiden Tamedia-Zeitungen Bund und Berner Zeitung ein starkes eigenes Profil, in Zukunft werden sie sich praktisch nur noch im Lokalteil unterscheiden.

Der Machthunger des Milliardärs

Sozusagen im Windschatten dieser Entwicklung macht sich ein Multimilliardär in der Schweizer Medienszene immer breiter: der Unternehmer, SVP-Übervater und alt Bundesrat Christoph Blocher. Im vergangenen Jahr hat er sich den Zehnder-Verlag unter den Nagel gerissen. Zehnder-Verlag? Kaum jemand kennt ihn, doch er ist potent. 38 Titel mit rund 800 000 Leserinnen und Lesern gehören dazu. Diese Wochenblätter sind vor allem in der Ostschweiz von Zürich bis Graubünden verbreitet, aber auch in den Regionen Luzern, Zug, Entlebuch, Emmental, Bern, Oberaargau und Aargau. Damit übernimmt Blocher nicht nur Zeitungen, sondern auch ein Vertriebsnetz, das sich bei Bedarf auch zur Verbreitung politischer Botschaften nutzen lässt.

Blocher werkelt schon seit längerer Zeit an seinem Medien-Imperium herum. Mit Blocher-TV hat er längst einen eigenen Fernsehkanal und die Basler Zeitung ist seit einigen Jahren unter seiner Kontrolle. Immer wieder und mit unterschiedlichen Mitteln versuchte und versucht Blocher, seine Hand auf grössere Verlage und Zeitungen zu legen, so auch auf die Neue Zürcher Zeitung und das Boulevardblatt Blick.

Doch es gibt auch ganz neue Ansätze in der Medienlandschaft, sozusagen Ansätze von unten, die dem Journalismus in der Schweiz neue Impulse zu geben versuchen: die reinen Online-Medien. Neben bereits bestehenden kleineren Plattformen wie Infosperber und Journal 21 geht nun die Republik an den Start – mit grossen Plänen und grossen Worten: «Journalismus ist ein Kind der Aufklärung. Seine Aufgabe ist die Kritik der Macht. Deshalb ist Journalismus mehr als nur ein Geschäft für irgendwelche Konzerne.» Die Republik will zum unabhängigen, digitalen Magazin werden, das sich vor allem auf die Einordnung von Informationen und vertiefte Recherchen konzentriert. Es soll ohne Werbeeinnahmen auskommen und sich allein durch die Leserinnen und Leser finanzieren. Ein Jahresabonnement kostet mindestens 240 Franken.

Spektakulär war allein schon der Start mit einer Crowdfunding-Aktion im April 2017. Nie zuvor war ein Crowdfunding für ein Medienprojekt erfolgreicher gewesen. Innert einem Monat wollten die Republik-Macher rund 750 000 Franken sammeln. Und dann die Überraschung: Es kamen allein in den ersten 24 Stunden 1,8 Millionen Franken zusammen. Und das alles, bevor der erste Artikel erschienen ist.

«Die Vierte Gewalt» kommt ins Kino

Für den Berner Filmemacher Dieter Fahrer zeigt dieser Enthusiasmus, dass ein Bedürfnis nach Orientierung, nach Einordnung, nach Journalismus nach wie vor vorhanden ist. Fahrer hat sich während rund drei Jahren mit der Schweizer Medienszene beschäftigt und einen Dokumentarfilm mit dem Titel «Die Vierte Gewalt» gedreht, der Mitte Februar in die Kinos kommt. Der Film zeigt Journalistinnen und Journalisten bei ihrer täglichen Arbeit, befragt sie zu den Möglichkeiten und Grenzen des Journalismus, zum rasanten Wandel in der Aufmerksamkeitsbranche und dessen Auswirkungen auf die Öffentlichkeit und den Diskurs in der Demokratie. Dieter Fahrer wäre «froh, wenn der Film mithilft, ein Bewusstsein zu schaffen, dass guter Journalismus Zeit und Geld kostet». Dass die Medienfrage nun ins Kino kommt, zeigt die Dringlichkeit und die Bedeutung des Themas. Erstmals ist die Mediendebatte nichts Abstraktes mehr, sondern etwas konkret Fassbares, das fast niemanden unbeteiligt lässt: Man kann sich an der Urne für die Zerschlagung von Schweizer Radio und Fernsehen aussprechen – oder man kann sich für die Erhaltung der SRG einsetzen. Vielen werden auch ihrem Leibblatt ansehen, was die Zerfallserscheinungen der Presse bedeuten, nämlich vermehrte Einheitskost.

«In einer Demokratie geht es darum, dass die breite Öffentlichkeit Zugang zu Informationen erhält», das hat die Medienwissenschaftlerin Silke Adam an einer Veranstaltung der Informationsplattform Infosperber gesagt. «Gut gebildete Menschen werden diesen Zugang immer haben. Die Informationsschwelle muss aber für alle niedrig gehalten werden.» Adam hat keine Patentlösung für die aktuellen Herausforderungen in der Medienwelt. «Ich denke aber, man kommt um einen Service public nicht herum. Eine neuere Studie zeigt, dass in Ländern mit marktbasierten Medien der Informationsunterschied zwischen gebildeten und weniger gebildeten Menschen grösser ist als in Ländern, die ein gebührenfinanziertes Mediensystem unterhalten.»

Reine Marktmedien oder Service public?

Um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens dreht sich derzeit die mit äusserster Härte geführte Debatte in der Schweiz. Die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren, wie es die No-Billag-Initiative fordert, würde dazu führen, dass die heute konzessionierten Radio- und Fernsehveranstalter drei Viertel ihrer Einkünfte verlören. Die Initianten argumentieren auf ihrer Homepage, diese Abgaben seien «Zwangsgebühren, welche die Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen einschränken». Jeder solle selbst entscheiden können, wofür er sein hart erarbeitetes Geld ausgeben wolle. Deshalb möchten die No-Billag-Befürworter das «Quasi-Monopol» der SRG aufheben und durch einen Medienwettbewerb ersetzen.

Die Initianten streben eine Medienlandschaft an, die «einer rein marktwirtschaftlichen Logik folgt», schreibt der Bundesrat in seiner Botschaft zum Volksbegehren. Und er warnt: «Es würden nicht mehr in allen Sprachregionen gleichwertige Radio- und Fernsehangebote zur Verfügung stehen». Es gäbe keinen Service public mehr, die Meinungs- und Angebotsvielfalt in Radio und Fernsehen würde reduziert und der Qualitätsjournalismus tangiert. Das heutige System dagegen garantiere elektronische Medien, die zum Funktionieren der demokratischen Meinungs- und Willensbildung und zur kulturellen Entfaltung beitragen. Die SRG als ein von politischen und wirtschaftlichen Interessen unabhängiger Verein sei verpflichtet, ein vielfältiges Angebot zu garantieren, das auch die Interessen der Minderheiten berücksichtigt.

Heftiger Schlagabtausch im Parlament

Nicht nur der Bundesrat, auch das Parlament sagt klar Nein zur Initiative. Sympathiebekundungen sind in der Debatte bisher nur von Seiten der SVP gekommen. SVP-Nationalrat Lukas Reimann hat von «Abzockerei» gesprochen, sein Fraktionskollege Claudio Zanetti hat der SRG vorgeworfen, regierungstreu, EU-freundlich und zu links zu berichten. Und SVP-Mann Thomas Müller hat die SRG schliesslich als «gebührenfinanzierte Meinungsmacherin» bezeichnet.

Genau umgekehrt sieht es die breite Koalition der Initiativgegner. CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann sagt, die Meinung werde dann beeinflusst und manipuliert, wenn ausschliesslich Private die Medien kontrollieren. SP-Mann Matthias Aebischer warnt gar vor einer «Berlusconisierung» der Schweiz, also vor einer Medienkonzentration in den Händen von Milliardären. Bei einem Ja zur Initiative wäre die SRG wegen der geringeren Reichweite auch für Werbung weniger attraktiv, profitieren würden ausländische TV-Werbefenster, Google und Facebook, sagt SP-Fraktionschef Roger Nordmann. Für die Präsidentin der Grünen, Regula Rytz, ist das Volksbegehren «eine reine Zerstörungsinitiative», die sich gegen die direkte Demokratie richtet. Und für CVP-Nationalrätin Viola Amherd geht es letztlich um ein Stück Schweiz. Die Initiative gefährde nicht allein die Unabhängigkeit der Information, sondern auch das gegenseitige Verständnis der Sprachregionen sowie von Stadt und Land. Randregionen und Sprachminderheiten seien besonders betroffen.

Dieses Argument ist zentral: Kein privater Medienunternehmer könnte in der kleinräumigen, sprachlich und kulturell stark parzellierten Schweiz kostendeckend für alle Regionen qualitativ hochstehende Radio- und Fernsehprogramme produzieren. Das kann nur die SRG, die rund 70 Prozent der Gebühren in der Deutschschweiz einnimmt, aber nur 45 Prozent dort ausgibt. Der Rest geht als Quersubvention in die französische, die italienische und die rätoromanische Schweiz. Die Einnahmen werden so aufgeteilt, dass die Minderheiten von der Mehrheit profitieren: Die Romandie, die italienischsprachige und die rätoromanische Schweiz haben ein ähnlich ausgestaltetes Angebot wie die Deutschschweiz. Das ist die in Journalismus übersetzte Idee der Willensnation.

Die heterogene Gegnerschaft der SRG

Die No-Billag-Befürworter kritisieren, dass die SRG zu mächtig geworden sei in der Medienlandschaft und privaten Anbietern nur wenig Raum lasse. In der Tat ist die SRG für Schweizer Verhältnisse ein Riese. Sie ist seit ihrer Gründung 1931 massiv gewachsen, umfasst heute rund 6000 Beschäftigte und betreibt 17 Radio- und 7 Fernsehprogramme, dazu Onlinedienste und Swissinfo in zehn Weltsprachen. Die SRG ist damit das grösste Unternehmen für elektronische Medien in der Schweiz. Sie verfügt über einen Jahresumsatz von 1,65 Milliarden Franken und finanziert sich zu 75 Prozent über Gebühren und zu 25 Prozent aus kommerzieller Tätigkeit.

Das nostalgische Image der einstigen Landessender Beromünster, Sottens und Monte Ceneri ist längst Vergangenheit. Wer gross ist wie die heutige SRG, schafft sich auch Feinde. Und die deutliche Ablehnung der No-Billag-Initiative im Parlament ist somit kein zuverlässiger Gradmesser für die Stimmung im Volk. Diese Stimmung ist zumindest ambivalent. Einerseits geniessen die SRG-Programme in Ratings und Umfragen meist gute Noten und grosse Unterstützung, vor allem die Informationssendungen. Anderseits könnte die No-Billag-Initiative von einer sehr heterogenen Gegnerschaft profitieren. Da ist zum einen die SVP, die ein gebrochenes Verhältnis zur SRG pflegt. Bis heute orten sie und die Rechtsbürgerlichen in der SRG linkes Gedankengut. Kritisiert wird die SRG zudem nicht nur aus politisch-ideologischen Gründen, sondern auch aus ökonomischen. Die SRG ist einigen Verlagshäusern ein Dorn im Auge. Die Verleger fordern unter anderem eine Redimensionierung der SRG und den Verzicht auf internetspezifische Angebote.

Das Kind mit dem Bad ausschütten

Die SRG-Programme werden täglich von Millionen von Menschen genutzt. Dabei sind selbstverständlich nie alle mit allem einverstanden, was sie im Radio und Fernsehen vorgesetzt bekommen. Kritik an Medieninhalten ist nicht nur legitim, sondern nötig und qualitätsfördernd. Die No-Billag-Abstimmung dürfte aber viele Leute dazu verleiten, mit einem Ja an der Urne ihrem Unmut über einzelne Sendungen Ausdruck zu verleihen und damit das Kind mit dem Bad auszuschütten. Und dann sind da natürlich all jene, die man mit dem Argument der «Zwangsgebühren» leicht abholen kann – insbesondere junge Menschen, die sich häufig ausschliesslich im Internet informieren und mit Gratismedien gross geworden sind.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des gleichzeitig stattfindenden Überlebenskampfs der Presse wäre ein Ja zur Initiative eine medienpolitische Revolution. Die Schweiz wäre in ganz Europa das einzige Land ohne öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Initianten sagen zwar, es gehe ihnen nicht um die SRG, sondern um die Abschaffung der Billag-Zwangsgebühren. Die SRG werde im Initiativtext nicht erwähnt. Und sie dürfe auch nach der Abschaffung der Billag-Gebühren Sendungen produzieren und ausstrahlen, sie müsste sich lediglich selbst finanzieren, wie die meisten anderen Unternehmen auch. Es ist wohl aber eine Illusion zu glauben, dass sich Umfang und Qualität des heutigen SRG-Angebots rein marktwirtschaftlich finanzieren liessen. Die Realität dürfte anders aussehen: Die Abschaffung der Gebühren und damit die faktische Zerschlagung der SRG in ihrer heutigen Form würde den Markt freimachen für kapitalstarke Medienunternehmer, vor allem auch für die Internetgiganten mit Sitz im Ausland.

Und am Beispiel der USA kann man bereits sehen, wohin die Reise mit einem völlig gebührenfreien Rundfunksystem führt: Radio und Fernsehen sind dort extrem kommerzialisiert und politisiert und in vielen Fällen veritable Propagandasender – was die Polarisierung in der Gesellschaft fördert und die Basis der Demokratie, die Konsenssuche, untergräbt. Der frühere SRG-Generaldirektor Roger de Weck sagte letztes Jahr an einer Veranstaltung, diese Situation sei wegen der mangelnden Finanzierung des Journalismus auch in der Schweiz möglich. Es entwickle sich eine politische Landschaft, in der «immer mehr politische Kräfte nicht mehr zu den Grundwerten der Aufklärung stehen». Diese Kräfte versuchten, die Kontrolle über jene Medien zu erringen, die noch zu diesen Grundwerten stehen.

AZ Medien und NZZ-Gruppe fusionieren ihre Regionaltitel

Kurz vor Druckbeginn erreichte die Redaktion die Meldung: Die AZ Medien und die NZZ-Mediengruppe wollen ihre Regionaltitel zusammenlegen und ein Unternehmen schaffen, das 20 Bezahlzeitungen in 13 Kantonen unter einem Dach vereint. Das neue Unternehmen wolle die Nummer eins in der Deutschschweiz werden, heisst es. Nimmt man die regionalen Zeitungstitel der beiden Verlagshäuser zusammen, decken sie von der Ost- über die Zentralschweiz bis nach Solothurn tatsächlich einen Grossteil der Deutschschweiz ab. Die Fusion muss von der Wettbewerbskommission abgesegnet werden.

Kommentare (29)
  1. Marco Maria Marco Maria am 22.01.2018
    Darf man erfahren was sich der Autor dabei gedacht hat, dass sie sich in der Argumentation gegen die Billag-Initiative auf 2/3 des Artikelplatzes über den Zeitungsmarkt auslässt? Was hat das mit der Abgabe für Radio und Fernsehen zu tun? Und - wenn schon - was ist das für ein Journalismus, der eindeutig für eine Partei ergreift, droht, diffamiert und sichtbar versucht, Sachverhalte zu maskieren?
  2. leonis leonis am 23.01.2018
    No-Bilag ist aus verschiedenen Gründen so eine populäre und gerechte Forderung geworden.

    1. Die Gebühren sind buchstäblich horrend. Es gibt kein Land auf der Welt, das solch überrissene Radio / TV Gebühren hat. Einer der Gründe für die hohen Kosten ist, dass Billag eine Filiale der Swisscom ist, das heisst eine private profit-machende Firma innerhalb eines privaten, profitmachenden Grossunternehmens. Beide haben sie administrative Kosten und ein Profit-Motiv.
    2. der zweite Punkt gilt ganz allgemein für die schweizerische (und westliche) Medienlandschaft. Immer mehr Leute die Nachrichten und Information suchen und erhalten wollen, vor allem internationale, wachen auf – sie merken wie die SRG und „mainstream“ Zeitungen lügen und betrügen und die Nachrichten den westlichen Interessen, sprich vor allem USA und ihrem europäischen Hampelmann, der EU in Bruxelles, anpasst. Also genau sie, die ‚mainstreamer‘, wie SRG, Tagi, NZZ und wie sie alle heissen, produzieren „fake news“. Diese ‚mainstream‘ Medien, die das Internet und andere Untergrund Quellen fälschlich beschuldigen ‚fake news‘ zu verbreiten, sind die Sünder.
    Es ist klar, dass die Befehle ‚fake news‘, also Lügen oder manipulierte Halbwahrheiten zu verbreiten von sehr weit Oben und von Aussen kommen. Und wer nicht gehorcht muss büssen, mit sogenannten „Sanktionen“. Das ist aber kein Grund für ein neutrales Land wie die Schweiz ihre Integrität aufzugeben. Im Gegenteil, da läge unsere Stärke.

    Deshalb suchen sich immer mehr Leute die Nachrichten auf Internet. Internet mag seine Tücken haben, aber die die suchen und an der Wahrheit interessiert sind, haben schnell mal rausgefunden welche Quellen glaubwürdig und integer sind. Und es gibt inzwischen jede Menge. Und das ist gut so. Und weil es so ist, greifen bereits Google, Facebook und andere ‚social medias‘ im Dienste von Washington, ein um Internet zu zensurieren – und dies ist bereits seit einiger Zeit im Gang.
    Also ein Grund mehr für die Wahrheit suchenden Bürger um auf die Barrikaden zu gehen und die Wahrheit zu verlangen, besonders wenn sie gegen die Interessen der Grossen und Mächtigen – der Korporationen, Kriegs- und Finanzwelt gehen.
    Bilag braucht es dazu nicht.
  3. Fritz Stingelin Fritz Stingelin am 23.01.2018
    Vielleicht ist dem Autor des Artikels entgangen, dass sich die Schweiz in der Tat verändert hat. Mitarbeiter aus der Industrie und die Bauwirtschaft wissen das seit längerer Zeit, wo die staatlich Intervention sich darauf beschränkt hatte, die zu der Zeit verschrienen Arbeitsscheuen mit der Arbeitslosenkasse zu unterstützen. In jüngerer Zeit ist nun die Servicebranche mit den Banken und Versicherungen im Umbruch. Wieso sollte es bei den Medien also anders sein?

    Die letzten unberührbaren Bastionen sind Agrarwirtschaft und eben die Presse. Selbst das Militär hat Federn gelassen.

    Wäre es deshalb nicht an der Zeit, dass gerade die Presse, die Stimme und das Gewissen des Volkes, eine Neuerung durchläuft? Ich vermisse in der Tat ein frischer Wind, eine unabhängige Meinung, ein Wegweiser in die Zukunft. Nein, die Medien sind so übel geworden, dass ich verdonnert bin die WOZ und das SAC Heft zu lesen und mein Fernsehkonsum auf Netflix zu beschränken.

    Ein weiterer Grund die BILLAG in Frage zu stellen ist die ungeheure Rechtsunsicherheit. Bis dato ging es darum die Gebühr zu bezahlen, wenn ein Empfangsgerät betrieben wurde. Ein SMART Phone oder einen Computer als Empfangsgerät zu bezeichnen, welches eine NETFLIX oder YOUTUBE APP installiert hat scheint mir, gehört in das Feld der Abzockerei. Seit der Volksabstimmung vom Juni 2015 hat sich nicht viel geändert, da die Einführung eines solchen Gesetzes noch eine gute Weile braucht.

    Es ist Staatsauftrag zu informieren. Dies ist ein Bring-Prinzip! Es ist nicht erklärbar weshalb dies Kosten dafür irgendwo im Bereich von 1.2 Milliarden liegen sollen und noch weniger, dass der Weg ins Paradies via einer 400CHF/Jahr Gebühr erhoben wird. Es sind nicht nur die Reibungsverluste, es ist auch der Mangel an einem Konzept, dass der heutigen Zeit angepasst ist.

    Es ist mir klar das DRS und Lokalsender die am Millionen Tropf hangen um ihre Existenz bangen. Erfahrung zeigt aber, dass selbst mit der heftigen BILLAG Gebühr es nicht verhindert wird, dass die Gratispresse und die unvermeidbaren Werbepausen die Presse-Landschaft verseuchen.
    Solange wir als mit aller Kraft an dem uralten Model Gebühren Modell festhalten wird sich nichts verändern, ausser eben, dass der Journalismus nicht mehr ernst genommen wird zB. "Fake News. Anstatt, dass sich die Medien für die Zukunft wappnen, betrauern sie die guten alten Zeiten.

    Die Billag ist mir auch wegen der Pressefreiheit ein Dorn im Auge. Nach dem Prinzip: "wessen Brot ich esse dessen Lied ich sing" ist es absurd etwas zu finanzieren, dass als Kontrollinstrument vom Staat benutzt wird. Ich ziehe es deshalb vor, mich in einer Echokammer zu verlieren als mich von DRS oder noch schlimmer einem Blocher Kanal einzulullen zu lassen.
  4. Helmut Jenne Helmut Jenne am 23.01.2018
    Der sogenannte "Service public" ist doch heute nur mehr ein links/grüner Propaganda Sender des politischen Establishments und hat absolut nichts mit Wahrheit und Realität zu tun. Wenn Herr und Frau Schweizer jeden Tag die selben Unwahrheiten hören wird es halt zur Wahrheit und die Abstimmungsresultate der letzten Jahre zeigen ja die Misere deutlich. Das Meinungsdiktat wurde perfektioniert, ob es das Thema "EU", "Klima" oder "illegale Wirtschaftsmigranten" sind - kaum jemand traut sich mehr kritische Fragen zu stellen.
  5. Pascal Prévost Pascal Prévost am 23.01.2018
    " Cela favorise la polarisation de la société et sape la recherche de consensus, sur laquelle se fonde la démocratie".
    Monsieur , la démocratie ce n'est pas imposer la pensée unique comme le souhaitent et le font de manière omni-présente les partis politiques pro-UE dans les media suisses.
    Or la redevance ne sert qu'à ces gens là et donc à l'UE .
    En tant que Suisse je pense et ne dis qu'une chose :vive la Suisse libre !
  6. tito bassi tito bassi am 23.01.2018
    Je regrette ne pas pouvoir ecrire parfaitement en francais. Ma langue maternelle, l´italien c´est langue nationale m´ai j´ai prouvé que on la li pas beaucoup. Moi j' etait un simpatizante des medias estatales mais, aujourd´hui j´ai changé d´idée parce que j´ai souffert le judgement partialisé de moyen estatale que se defendent eux meme avec des commissions investigatives formée par eux memes. Cet a dire dans des querelles ils conduite ´investigation parmi des collegues pas de juges independentes. La Suisse en generale est entreine de former le federal dans un classe entouchable y fermé. On le voi aussi apres le media, dans le relations etrangeres, la defence etc. Par exemple on est fiére que le peuple vote pour le prix de la benzine mai pour donner 1100 mmillon a la UE c' est suffisent la decision du conseil federale y autres......
  7. Alexandre Medawar Alexandre Medawar am 23.01.2018
    L'initiative No Billag est une prise en otage la population suisse car l'Etat et la SSR se refusent à présenter des alternatives crédibles. Et certains éléments ne sont jamais évoqués dans le débat. Pourquoi une taxe et pas un impôt ? Pour ne pas avoir à passer chaque année par une négociation dans le budget de l'Etat : la redevance garanti plus d'indépendance par rapport au politique, mais évite aussi toute discussion sur son contenu. Pourquoi une entreprise privée et pas l'Etat pour le prélèvement de cette taxe ? Pour pouvoir justement financer des médias privés considérés comme service public. Mais personne ne nous dit sur quels critères l'octroi de cette aide s'effectue. Comment est géré le budget de la SSR et qui décide des programmes... mystères et copinage, comme dans n'importe quelle autre entreprise, si ce n'est qu'ici, c'est la population qui la finance. Les obligations du service public définies par le politique sont très large : il y a le soutien à la culture, évidement, mais aussi aux événements sportifs. Les jeux du cirques ont-ils besoin du soutien financier du peuple ? Que dire ensuite des informations ? La plupart du temps, ce sont les dépêches de l'ATS qui sont reprises, in extenso, comme chez nombre d'autres médias privés, dont ceux de Tamédia. Où est alors la diversité d'opinions et de points de vue prônées par les défenseurs de la taxe ? Il y a clairement une large partie des programmes et des chaînes de la SSR qui ne répondent pas aux cahier des charges imposé par la Confédération. Elle pourrait sans peine se réformer, enlever le gras inutile et gagner en notoriété. C'est à ce prix – financé par le contribuable – que la SSR donnerait une meilleure impression d'elle-même.
  8. Ettinger Jürg Ettinger Jürg am 23.01.2018
    Wir stimmen NEIN
  9. Prof. Dr. Jürg Stenzl Prof. Dr. Jürg Stenzl am 23.01.2018
    Besten Dank für diesen umfassend orientierenden Text mit dem genau das realisiert wird, um das es geht: Bestmöglichen Journalismus.
    Prof. Dr. Jürg Stenzl, Wien
  10. Hans Hans am 23.01.2018
    Toll jetzt wird endlich die Medienlandschaft durchgerüttelt. Es kann doch nicht sein das sich etliche eine goldene Nase verdienen ohne grosse Leistungen zu erbringen. Es ist doch viel besser wenn ich für das wo ich konsumieren will bezahle, dieses anschauen kann ohne laufend mit Werbung gestört zu werden. Mich z.B. Interessiert der Fussball überhaupt nicht also schaue ich Hockey, Formel 1 usw. Wenn ich im Internet bei verpasste Sendungen etwas auswähle, kann ich das Ganze ohne Werbung anschauen.Ich werde zustimmen.
  11. pierre egloff pierre egloff am 23.01.2018
    le problème est mondial. Je vis en Bulgarie oú la presse et les médias sont controlés par des oligarches sinon mafias, cela est bien connu.
    Pour m'informer je lis des revues sur mon ordinateur par inscription sur internet (9 ou 19 revues françaises ou étrangères payantes au choix), et je m'informe grâce à Euronews, et des tv comprises dans une offre française TNT avec plus de 25 chaines en Français, dont la superbe Arte. Sans oublier Mezzo !.
    Ayant vêcu dans divers pays, les contacts par réseaux sociaux m'apportent des informations régionales/locales que je ne pourrais trouver ailleurs.
    Il me semble que la presse imprimée peut difficilement vivre sans se spécialiser sur les infos de PROXIMITE, alimentée par des publicités locales.
    Je pense que des chaines NATIONALES PAYANTES de type françaises ont leurs raisons d'exister si elles visent la qualité, la culture, sans trop être dépendantes de la pub...
  12. Clara Franceschetti Cancline Clara Franceschetti Cancline am 23.01.2018
    Je voterai contre No Billag.
    Je ne tiens pas à ce que la Suisse devienne un pays aussi polarisé que le sont les Etats Unis actuellement. Je tiens à la vrai démocratie et au droit d'être informés par des média qui sachent respecter l'éthique du journalisme et les spécificités régionales.
  13. Michael Jindra Michael Jindra am 23.01.2018
    Re the statement: "Radio and television stations there are highly commercialised and political and in many cases outright propaganda machines"
    I don't' think that statement is accurate at all. The major networks NBC, ABC, CBS and public PBS are not politicized (though right wing argues they are politicized, similar to accusations toward SBC).
    What is polticized is Fox News, a popular cable channel but that is only one of many. (It is watched by less than 1% of total population). Most newspapers are not politicized much, except for their editorial columns. There is stronger politicizaton on radio stations.
    The USA has actually had the among least politicized presses relative to other countries throughout the world.
    What is more problematic is the internet, where many get their news, through Facebook and the algorithms that determine what people see. This is where you find higher polarization.
    I do like the SBC and wish it the best.
  14. A. Hausler’ A. Hausler’ am 24.01.2018
    Beware what you wish for! A ‘Fox News Blocher’ would be the be the beginning of right-wing if not downright fascist propaganda. All you need to do is look westward! Money and populism corrodes freedom of thought!
  15. Arye Ophir Arye Ophir am 24.01.2018
    Interesssnter Artikel, interessanntes Problem. Stimmt, die Masse an Information alleine garantiert keine Qualitaet. Aber ob die heutige Situation besser ist? Schliesslich erleben wir alle, dass die Informationsaufbereiter in den Mediensendungen im Grossen und Ganzen zu politzensoren geworden sind die bei weitem keine Qualitaet'sinformation garantieren.
  16. Philippe MOSER Philippe MOSER am 24.01.2018
    Excellent article ! Brings to the fore the reality of the situation that, if economical profit is the ONLY consideration, all media will be pushed exclusively towards advertising and thus detrimental to free speech and lateral thinking.
  17. elvana indergand elvana indergand am 24.01.2018
    Ganz klar nehme ich no billag an. Was im Parlament stimmt,stimmt noch lange nicht im Volk. Und das Argument vom unbeeinflussbaren Qualitätsjournalismus, den es zu bewahren gelte oder der Objektivität von Tagesschau und Co. ist lächerlich: noch nie waren diese beiden so oberflächlich wie in den letzten 20 Jahren. Da ist der Satz von de Weck wegen "Aufklärung" reiner Zynismus. Die Wirtschaft ist innovativ und findet neue Wege, die ja teils schon eingeleitet sind. Und die Journalisten jeder Couleur sollten eigentlich noch Platz haben in ihren nur halb gefüllten Hirnrinden. Ich war lange genug bei dieser Gilde dabei, darum weiss ich das.
    1. Klemens Graf Klemens Graf am 26.01.2018
      Auffallend ist, dass ALLE rechtsnationalen Parteien (im Volksmund "Populisten" genannt) in Europa die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks forden. Die SVP in der Schweiz zähle ich ausdrücklich zu diesen dazu. Diese "Populisten" werden massiv aus Russland unterstützt, auch direkt mit Geld. Cui bono? (lateinisch für „Wem zum Vorteil?“)
      Nur zur Erinnerung:
      In Deutschland wurden 1933 zuerst die Presse und den Rundfunk gleichgeschaltet.
    2. Arye Ophir Arye Ophir am 05.02.2018
      Nein Herr graf, ich glaube nicht so ganz dass der Streit um Billag oder Nein Billag in Links oder Rechts eingestuft werden kann. Die Frage ist doch viel mehr ein Hilferuf nach QUALITÄT! Wo und wie? Die Antwort liegt doch ganz sicher zum Grossteil im personell gestalteten Monopolbereich auf Informationsauswertung, und das ist zu Vielen einfach satt zum Ueberdruss und fordert eine Reaktion.
  18. Gilles BERANGER Gilles BERANGER am 24.01.2018
    le contrôle de l'information est une arme aux mains de dirigeants peu scrupuleux. L'époque actuelle qui donne au sensationnel une place majeure au dépens de la réflexion donne aux médias une place d'influence majeure. Par ailleurs le manque d'objectivité et le fatras d'informations venant des réseaux sociaux entretiennent un flou quant à vérité et dissimule parfois le dessous des cartes. Un pays démocratique doit avoir une source d'information fiable qui DOIT ETRE CONTROLEE par un organisme INDEPENDANT de l'état et des groupes financiers, le maintien d'une taxe finançant cette information fiable doit continuer.
  19. Augustin Augustin am 25.01.2018
    Die Auslandschweizer werden die Geprellten sein, denn wir haben keine Möglichkeit lokale Fernsehsender zu bekommen, wir sind auf die SRG angewiesen.
  20. Gygax Gygax am 25.01.2018
    Wir Auslandschweizer sind sogar nur auf den Sender 3SAT angewiesen, wenn wir zu nachtschlafender Zeit einmal die Nachrichtensendung 10vor10 sehen wollen, wobei dann auch noch die Hälfte des Bildes mit Untertiteln verbraucht wird...
  21. Erwin Balli-Bautista Erwin Balli-Bautista am 25.01.2018
    Meine sehr geehrten Damen und Herren

    Da bleiben doch nur zwei Fragen,

    Woher weht der Wind?
    Was ist bis jetzt aus dieser Richtung gekommen?
    Und schon legt man vernünftigerweise ein nein in die Urne.
    Und damit hat es sichs
  22. Klemens Graf Klemens Graf am 26.01.2018
    Gruezi liebe Eidgenossen,
    die No-Billag-Initiative ist abzulehnen.
    Die Medienvielfalt und Unabhängigkeitist von Rundfunk und Fernsehen ist für eine Demokratie lebenswichtig. Das ist ein Bereich in dem eine rein marktwitschaftliche Ausrichtung gefährlich ist. Milliardäre wie Blocher und Berlusconi streben die Kontrolle über die Medien an um ihre rechtspopulistischen Ansichten ungefiltert zu verbreiten und dabei Profit um des Profit willens zu machen. Die Behauptung, dass Wettbewerb und Marktwirtschaft immer die bessere Lösung sei, ist eine Lüge. Wettbewerb und Marktwirtschaft begünstigt immer und überall zuerst den wirtschaftlich Starken, da sind wir dann wieder bei Blocher, Berlusconi und Co.
    Übrigens wurde die Eidgenossenschaft als Solidargemeinschaft gegründet.
    1. Arye Ophir Arye Ophir am 29.01.2018
      Ja, das sagen Sie dem Prinzipe nach richtig. Leider aber haben die oeffentlichen Meinungsbildner schon viel zu lange eine korrekte Informationsauswertung verschlafen und haben an Glaubwuetdigkeit schwer eingebuesst. Ein "JA" oder "NEIN" sind in diesem Falle keine echte Alternative zur Mangelbehebung.
  23. Rolf Müller Rolf Müller am 26.01.2018
    Sehr geehrte Damen und Herren

    Die Taktik ist auffallend gleich wie beim Brexit: Panik verbreiten.

    Warum wundert sich jemand über eine solche Initiative? Schon lange werden die Informationen vom Mainstream manipuliert. Warum sind sie erstaunt darüber, dass immer mehr Leute erwacht sind, weil sie gemerkten haben, dass die Presse heute entweder eine "Lückenpresse" ist, weil sie wichtige Informationen einfach weglässt, oder in noch extremeren Fällen sogar gedrückt lügt?

    Das ist keine Verschwörungstheorie mehr, sondern in dutzenden von Fällen bewiesen und bestätigt.

    Und wir sollen das ganze noch finanzieren? Nein Danke, wir haben die Nase gestrichen voll.
    1. Erwin Balli-Bautista Erwin Balli-Bautista am 29.01.2018
      Sehr geehrter Herr Müller
      Je nach Standpunkt kann jede Berichterstattung als lügenhaft u/o
      fehlerhaft bezeichnet werden. Was sagten bereits die alten Römer

      Gustibus no discutandum est (über den Geschmack soll man nicht streiten)
      Mehr noch, alles lässt sich beweisen, sofern, eben der Standpunkt stimmt.
    2. Rolf Müller Rolf Müller am 10.02.2018
      Sehr geehrter Herr Bautista

      Ein klares Beispiel, die beiden Irak Kriege. Die 1,5 mio toten dort sind nicht am Geschmack und an ihrem Standpunkt interessiert. Sie sind tot.

      Die weltweite Presse - Inclusive Schweizer öffentlich Medien - haben die News von AP und Reuters übernommen und verbreitet und dadurch den Krieg ermöglicht. Das ist nur eines der Beispiele.

      Ich habe nur eine Frage auf Ihre Antwort: und?....?
  24. fstassen fstassen am 03.02.2018
    Eh oui, la SSR devrait se financer seule, comme la majorité des entreprises. J'aimerais bien, moi aussi, qu'on me donne de l'argent public pour financer et faire fonctionner mon entreprise. Il ne faut pas confondre besoin de financement et démocratie. Sans la redevance, la radio et la télévision devront trouver eux-mêmes de quoi se financer - comme toutes les autres industries.

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