
Lange Zeit war die Schweiz ein Auswanderungsland, dies geht heute oft vergessen. Ab dem 15. bis hinein in die ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts haben Hunderttausende wegen Bevölkerungswachstum und wirtschaftlicher Not die Schweiz verlassen, um irgendwo in der Welt ein besseres Leben zu suchen. Eine Ausstellung zur Emigration aus dem Appenzell zeigt anhand von Einzelschicksalen und Biografien in zwei Museen, was Auswanderung bedeutet und wie die Ausgewanderten in aller Welt ein Stück alte Heimat in eine neue Heimat zu integrieren versuchen.
Der 1904 geborene Maler und Grafiker Arthur Beyer, porträtiert von Herbert Maeder in der Sonderausstellung des Appenzeller Volkskunde-Museums
Gasse in Marseille am frühen Morgen, eine Aufnahme von Herbert Maeder
Auswanderer auf einem Schiff vor New York, aufgenommen 1915 von Edwin Levick
2012 wurde mit Militärparaden 150 Jahre Nueva Helvecia in Uruguay gefeiert.
Etwa 1000 Auslandschweizer leben derzeit in dem südamerikanischen Land
In New Glarus, gegründet 1845, werden viele Traditionen seit Generationen weitergeführt
«The Original Baumgartner», die Schweizer Taverne mit Käseladen in Wisconsin existiert seit 1931
Bilder: ZVG, Appenzeller Museen
Ausstellung:
«Appenzeller Auswanderung – Von Not und Freiheit» im Volkskunde-Museum in Stein und im Brauchtumsmuseum in Urnäsch.
Dauer: bis 27. Oktober in Stein,
bis 13. Januar 2014 in Urnäsch.
www.appenzeller-museum-stein.ch
www.museum-urnaesch.ch