Der ehemalige Bundesrat Joseph Deiss(Amtszeit 1999–2006) wurde zum Präsidenten der Uno-Generalversammlung gewählt. Er tritt am 14. September die Nachfolge des Libyers Ali Treki an und wird das Amt für ein Jahr innehaben. Als Aussenminister war er federführend am Uno-Beitritt der Schweiz 2002 beteiligt gewesen.
Am 1. Mai 2010 trat das schweizweite Rauchverbot in öffentlichen Räumen in Kraft. In der Schweiz ist der Anteil der Raucherinnen und Raucher zwischen 2001 und 2009 von 33 % auf 27 % gesunken. Der Kampf der Organisationen gegen Lungenkrankheiten hat einen grossen Fortschritt erzielt, und es haben sich noch mehr der früher genossenen Freiheiten in Luft aufgelöst.
Seit am 1. Mai die Weltausstellung in Shanghai eröffnet wurde, ist der Schweizer Pavillon ein Renner. Die Besucher müssen fast drei Stunden warten, bis sie das Gebäude betreten können, über welchem eine Seilbahn mit Sechsersesseln schwebt. Auf einer Fläche von 4000 m2 setzt sich die Schweiz mit dem Thema «Interaktion zwischen Stadt und Land» auseinander. Ein Abenteuer, das noch bis zum 31. Oktober andauert.
Laut einer Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) erbringt die Schweiz die weltweit höchste Innovationsleistung. Sie erweist sich als die innovativste Volkswirtschaft, und zwar in der Industrie wie im Dienstleistungssektor. Auch bei der Innovationskraft der KMU liegt die Schweiz zusammen mit Schweden und Finnland vorn – noch vor Israel, den USA und Japan.
Die Panini-Bilder der Fussballweltmeisterschaft haben eine originelle Konkurrenz bekommen: Das Sammelalbum «Der König» zeigt die besten Schwinger der Schweiz, die am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest vom 20. bis 22. August 2010 in Frauenfeld teilnehmen. Es wurden mehr als eine Million Bilder verkauft.
Der Bundesrat empfiehlt die Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle» zur Ablehnung. Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse hat die dafür erforderlichen Unterschriften im Juni 2009 eingereicht und das Volk wird 2011 oder 2012 darüber entscheiden.
Die Luftverschmutzung ist in der Schweiz immer noch zu hoch. 2008 erreichte der Ausstoss an Treibstoffgasen 53,2 Millionen Tonnen, das sind 0,5 % mehr als 1990 und 4,6 Tonnen mehr als im Kyoto-Protokoll festgelegt.
Der aufgrund der Affäre um Hannibal Gaddafi entstandene Konflikt zwischen Libyen und der Schweiz hat endlich ein Ende gefunden. Die beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer wurden freigelassen, Rachid Hamdani im Februar, nach 19 Monaten Gefangenschaft, und Max Göldi im Juni, nach fast 700 Tagen. Die Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hofft nun auf eine «Normalisierung» der Beziehungen der Schweiz mit Tripolis.
Gemäss einer Umfrage surfen in der Schweiz mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 %) täglich im Internet, in Österreich sind es 51 % und in Deutschland 43 %. Eine Studie von Pro Senectute ergab, dass lediglich 38 % der über 65-Jährigen online sind.
Der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle (KOF) ist in den positiven Bereich zurückgekehrt und erreichte im April einen Wert von 2,9 Punkten gegenüber -14,2 Punkten im April 2009. Das deutet auf eine Rückkehr in die Wachstumszone und eine Wende auf dem Arbeitsmarkt hin.
Die Armee wird über eine Milliarde Franken für die Sanierung von Altlasten aufwenden müssen, die vor allem bei Schiessübungen hinterlassen worden sind. Im Visier stehen: die Schwermetalle und die Rückstände von Flammenwerfern, die an rund 1500 Orten die Böden verschmutzen und das Grundwasser gefährden.
Das Bundesverwaltungsgericht (BVG) hat die 333-Millionen-Busse aufgehoben, welche die Wettbewerbskommission (Weko) gegen Swisscom verhängt hatte, weil diese ihren Konkurrenten auf dem Mobilfunkmarkt zu hohe Terminierungsgebühren verrechnet haben soll. Dem blauen Riesen droht jedoch noch eine weitere Busse in Höhe von 220 Millionen Franken, welche die Weko im Juni 2009 ausgesprochen hat, weil die Swisscom ihre Marktposition im Bereich der Breitband-Internetanschlüsse ausgenutzt habe.
Foto: Keystone
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«Als ich mich in der Uno vorstellte, sagte ich, ich sei präzis wie eine Schweizer Uhr und vielseitig wie ein Schweizer Sackmesser.»
Joseph Deiss, früherer Bundesrat, neuer Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen
«Beim Vulkanausbruch auf Island war niemand schuld. Also konnten die Zeitungen keine Rücktritte verlangen, ausser vielleicht gegenüber Petrus.»
Moritz Leuenberger, Bundesrat
«Grenznahe Regionen wie das Elsass, Aosta, Bozen, Vorarlberg, Savoyen, Baden-Württemberg, Varese und Como müssen als neue Schweizer Kantone erleichtert integriert werden.»
Ernst gemeinte Motion vom SVP-Nationalrat Dominique Baettig
«Die Schweiz ist zu klein für Schnellbahnen. Bis ein Zug zwischen Bern und Zürich auf Tempo 300 beschleunigt hat, muss er schon wieder bremsen.»
Max Friedli, abtretender Direktor des Bundesamtes für Verkehr
«Fachleute sagen, dass mittlerweile 600 bis 900 Milliarden Franken unversteuerte Gelder bei unseren Banken gehütet werden.»
Werner Messmer, Thurgauer FDP- Nationalrat
«Es ist nicht einzusehen, warum die Schweizer so viel Zeit und Energie für den Staat aufwenden, während Ausländer weder Militärdienst noch Wehrpflichtersatz leisten.»
Bruno S. Frey, früherer Professor an der Universität Zürich
«Die Schweiz muss sich überlegen, wie sie künftig verfährt. Sonst kommen gute Musiker mit ihren Guarneris und Stradivaris nicht mehr hierher.»
Patricia Kopatchinskaja, Geigerin mit Wohnsitz in Bern, deren kostbares Instrument am Zürcher Zoll konfisziert wurde
«Europaweit sind die Schweizerinnen mit 30 Prozent Anteil im untersten Drittel, wenn es um die Vertretung der Frauen in der Politik geht.»
Patricia Schulz, Chefin des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung
«Man müsste die Rassisten daran erinnern, dass auch die Schweiz ein Auswanderungsland war. Mir glaubt keiner, dass meine Grosseltern 1928 aus Armut emigrierten.»
Melissa Auf der Maur, Kanadaschweizerin und internationaler Rockstar
„Roger Federer. Keiner spielt seine Konkurrenten eleganter aus. Er jasst gern. Er hat Charme und Witz. Ein Mann von Welt.“
Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph