Leserbriefe

Wenn der Berg ins Tal stürzt. Klimawandel in der Schweiz

Gletscher schrumpfen und wachsen wieder. Für die Alpen stimmte diese Aussage – bis jetzt. Neu ist, dass die Gletscher ganz verschwinden: Es bleibt nichts übrig, das wachsen könnte. Für unser Land heisst das, dass die Veränderungen sehr bedeutend sein können. Die Gletscher sind Teil unseres Wassersystems. Sind sie weg, verändern sich Flora, Fauna und das lokale Klima. Statt das «Wasserschloss Europas» mit ständig fliessenden Strömen zu sein, droht uns ein Zustand mit Fluten und Trockenheiten.

Helen Meier, Schweiz

Beängstigend! Die Welt befindet sich auf einem globalen, unaufhaltbaren Kollisionskurs, wenn wir weiterhin unsere Zukunft zerstören. Viele Länder werden verschwinden, und der Klimawandel wird immens viele Menschenleben kosten.

Wessel van Leeuwen, Südafrika

Es ist vermessen zu glauben, dass wir Menschlein den Lauf des Universums beeinflussen können. Noch vor 10 000 Jahren lag meine Stadt in etwa 150 Meter Tiefe auf dem Grunde des Champlainmeeres. Was war geschehen? Das Klima hatte sich geändert, wie es sich seit Urzeiten ändert. Inzwischen verdienen viele Leute viel Geld damit, dass sie falsche Umweltideen an leichtgläubige, unkritische Unschuldige verkaufen, wobei uns viele Politiker solche Angst einjagen, dass wir uns fügen und höhere Umweltsteuern zahlen. Niemand sagt uns, was in 100, 1000 oder 10 000 Jahren geschieht, wenn wir tun, was sie von uns verlangen, weil sie es ganz einfach nicht wissen, oder? Es ist einfach und bequem, auf den Zug aufzuspringen und Präsident Trump zu verunglimpfen. Was aber, wenn er recht hat? Ich erinnere mich, dass wir am Gymnasium einen Ausflug zum Aaregletscher unternahmen, um uns anzusehen, wie schnell dieser abschmolz. Der Lehrer erklärte uns – und das ist Jahrzehnte her –, dass die umliegenden Berge wahrscheinlich zerfallen würden, sobald die tragende Struktur der Gletscher und der darunter liegende Permafrost verschwunden sein würden, und dass dies die unausweichliche Konsequenz der Zwischen- eiszeit sei. Er sagte uns, dass der Gletscher durchaus eines Tages wieder wachsen könnte und wir dann wüssten, dass eine neue Eiszeit vor uns läge. Es gab mindestens 17 Vereisungszyklen zwischen den Eis- und Zwischeneiszeiten. Die Eiszeiten dauerten länger als die Zwischeneiszeiten. Die letzte Eiszeit begann vor etwa 100 000 Jahren und dauert bis vor 25 000 Jahren an. Heute leben wir in einer warmen Zwischeneiszeit.

Margret Allen, USA

Dies ist ein Artikel, den die amerikanische Bevölkerung und ihre Politiker lesen sollten. Die Realität dieses Phänomens ist höchst beängstigend.

Gachou Pletts, Grossbritannien

Endlich wieder ein Tessiner. Der neue Bundesrat Ignazio Cassis

Ich fand es ein wenig schade, dass die Tessiner Kandidatur einer Frau von den Tessinern selbst abgelehnt wurde. Ein gefahrloser Sieg ist ein ruhmloser Triumph.

Michel Piguet, Tschechien

Es freut mich sehr zu hören, dass nach knapp achtzehn Jahren ein Bundesrat aus der italienischen Schweiz gewählt wurde. Herzlichen Glückwunsch, alles Gute und viel Erfolg für Ignazio Cassis!

Claudio Iseppi, USA

Konti und Versicherungen für die Diaspora. Ein Interview mit ASO-Präsident Remo Gysin

Seit meiner Kindheit hatte ich etwas Geld bei der UBS, bevor ich mit meiner Familie nach Neuseeland zog. Anschliessend nutzte ich dieses Konto, wenn ich ab und an in die Schweiz zurückkehrte. Die Gebühren waren irrsinnig hoch, und in ein paar Jahren wäre das Konto allein durch die Gebühren leer gewesen. Ich hatte keine andere Wahl, als das Konto zu schliessen und das Geld ins Ausland zu transferieren. Ich war darüber nicht glücklich, und der damit verbundene Aufwand und Papierkram waren auch nicht ganz einfach.

John Preisig, Neuseeland

Kommentare (2)
  1. Helmut Hostettler Helmut Hostettler am 22.01.2018
    Vielen Dank für die interessant gestaltete Schweizer Revue 2018/1. Besonders der faszinierende Beitrag über den Davoser Schlitten und die geistreichen Gedanken mit Jacques Dubochet bereiten Freude.
  2. Erwin Balli-Bautista Erwin Balli-Bautista vor 1 Woche
    Sehr geehrte Frau Margret Allen

    Schüchterner Hinweis/Frage
    Warum haben wir zuviel CO2 respektive Methan in der Atmosphäre?
    Das Eine kommt davon, dass wir, d.h. die Menschheit, zu viel fossile Brennstoffe verbrennen, das Andere, dass wir zu viel Fleisch essen, fragen Sie doch einen Wissenschafter, der kann Ihnen bestimmt sagen, wie viel Methan bei der Produktion von 1 kg Rindfleisch erzeugt wird. Beide Elemente verhindern, dass eingestrahlte Sonnenenergie nicht wieder reflektiert werden kann.

    SO EINFACH IST DAS

    Wenn Präsident Trump nun wieder die fossilen Brennstoffe bevorzugt, ist das nicht nur eine schamlose Argumentation im Wahlkampf, sondern auch reine Volksverdummung.

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