Leserbriefe

Das Ende des Jurakonflikts. Moutier wechselt die Seiten

Es ist eine Lektion in Demokratie, welche die Schweiz Europa und der Welt erteilt – in einer schwierigen Zeit, in der viele Werte in Frage gestellt sind.

Jean Amherd, Frankreich

Natürlich kann der Jurakonflikt veraltet wirken. Aber wenn man nach Spanien blickt, ist man froh, mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft ein gutes Beispiel für eine Gesellschaft zu haben, in welcher die Demokratie am Leben ist.

Gérard Boillet, Frankreich

Sion 2026. Ein bescheideneres Olympia

Ich höre die Worte wohl, allein mir fehlt der Glaube! Der Kommerz hat in der Neuzeit bei grossen Sportanlässen leider den Vorrang, wie unschwer an den vergangenen weltweiten Veranstaltungen zu sehen war. Ich wünsche den Initianten dennoch viel Glück.

Ernst Rütimann, Thailand

Das Engagement von Hans Stöckli ist bemerkenswert. Aber dass das Volk Ja zu Olympia sagt, glaube ich nicht mehr – aus- ser vielleicht im Wallis. Es sind dies eher Anlässe der Vergangenheit, nach dem Motto «grösser, besser, teurer». Heute scheitert dieser Ansatz allein schon an der Angst vor Terrorangriffen und den daraus folgenden enormen Sicherheitskosten. Der Klimawandel kratzt zusätzlich am Lack olympischer Winterspiele.

Helen Meier, Diaspora

Nach der Wahl. Das ist der neue Auslandschweizerrat

Ich fühle mich durch den Auslandschweizerrat nicht vertreten. Ich bin nicht Mitglied in einem Schweizer Verein und war daher von der Wahl ausgeschlossen. Die Schweizer sind immer sehr stolz auf die Demokratie, aber hier geht es sehr undemokratisch zu. Wie kann es sein, dass ich gezwungen werden soll, Mitglied in einem Verein zu werden, wenn der Auslandschweizerrat alle Auslandschweizer vertreten will? Ich finde, dass alle eingetragenen Schweizer Bürger das Wahlrecht für den Auslandschweizerrat haben sollten.

Kay Kunz, Diaspora

Warum wurden wir auf unserer Insel nicht berücksichtigt? Müssen wir wirklich erst nach der Bekanntgabe der Resultate von der Wahl erfahren?

Bernhard Mastel, Mauritius

In der jüngsten Ausgabe der Schweizer Revue lese ich: «Zwischen Januar und August waren die Schweizerinnen und Schweizer auf der ganzen Welt dazu aufgerufen, ihre 140 Vertreter für den Auslandschweizerrat zu wählen». Ich bedaure, einmal mehr zu den vielen Schweizern im Ausland zu gehören, die diesen Aufruf nicht vernommen haben und nicht zur Teilnahme an der Wahl eingeladen wurden. Offenbar gilt – allen wiederholten Erklärungen zum Trotz – noch immer das mittelalterlich anmutende «Zensuswahlrecht», wonach nur eingeschriebene Mitglieder bestimmter Schweizervereine wählen dürfen. Ich kann deshalb nur wiederholen, dass ich den Auslandschweizerrat nicht als meine Vertretung und nicht als legitime Stimme der Fünften Schweiz, sondern als ein blosses Vereinsorgan betrachte.

Arthur Meyer, Österreich

Ich bin 75 Jahre alt und kümmere mich in einem Heim in Nepal um 20 Kinder. Obwohl ich bei der Schweizer Botschaft bekannt bin, habe ich noch nie von dieser Wahl gehört. Und wie ich sehe, sind Indien und Nepal auch nicht auf der Karte vertreten.

Hans Keller, Nepal

Ich höre von diesem Rat zum ersten Mal. Ich lebe in Indonesien und sehe, dass es hier auch keinen Vertreter des Auslandschweizerrates gibt. Warum?

Manfred Richrath, Indonesien

Ich kann den Unmut vieler Auslandschweizer verstehen. Die Auslandschweizer-Organisation und der Rat arbeiten daran, die Wahlen demokratischer zu gestalten. Dafür brauchen wir jedoch das E-voting in allen Kantonen. Dann können alle Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ihre Delegierten direkt wählen. Ohne E-voting ist es dagegen praktisch unmöglich, eine Direktwahl durchzuführen: Wer organisiert und führt die Wahl durch? Wer bezahlt den Versand der Wahlunterlagen? Das sind einige der offenen Fragen. Die Zahl der Delegierten pro Land wird übrigens nach der Zahl der immatrikulierten Auslandschweizer berechnet, dabei muss die Mindestzahl von 1500 Auslandschweizern erreicht sein. So haben Deutschland und Frankreich die meisten Delegierten, Länder wie die Türkei oder Bolivien jedoch nur einen.

Stefania Zanier, Delegierte des Auslandschweizerrates für Spanien

Kommentare (2)
  1. Gilbert A. Gloor Gilbert A. Gloor am 21.11.2017
    Bonjour,

    Je me permets de vous écrire pour vous manifester mon indignation à la lecture de la nouvelle suivante dans vos publications:

    « De janvier à août 2017, les Suissesses et les Suisses du monde entier étaient invités à élire leurs 140 représentants au Conseil des Suisses de l'étranger pour les années 2017 à 2021. Le nouveau Conseil compte 131 membres, dont 64 sont nouveaux. »

    Cela fait plus de 27 ans que nous vivons à Madrid mon épouse et moi, nous sommes dûment enregistrés auprès de l’Ambassade Suisse à Madrid et nous avons été membres durant plusieurs années du Club Suisse de Madrid. Durant toutes ces années, nous n’avons JAMAIS été contactés pour participer à l’élection de nos représentants au Conseil des Suisses de l'étranger. Pour cette raison, nous considérons ce soi-disant Conseil comme illégitime pour nous représenter auprès des autorités suisses.

    Nous trouvons scandaleux que vous puissiez dire que nous avons été invités à participer à cette élection quand ce n’est pas certain et nous vous saurions gré de bien vouloir nous communiquer comment l’invitation nous a été envoyée (l’Ambassade Suisse de Madrid à notre adresse et courrier électronique) et par quel moyen il aurait fallu voter.

    Cordialement vôtre,

    Gilbert A. Gloor,Espagne
    1. Kati Lyon-Villiger Kati Lyon-Villiger vor 3 Wochen
      Cher monsieur Gloor, votre lettre m'étonne. Ça fait quelque cent ans que le Conseil existe. Je ne said pas comment ça fonctionne en Espagne, mais je vous conseillerais de vous informer auprès de l'Ambassade Suisse de Madrid et on vous dira probablement tout de suite qui s'occupe de l'Organisation et du Conseil. Ici, au Canada, si vous ne participez pas dans l'organisation des Suisses à l'étranger et si vous ne payez pas vos frais de membre, vous ne pouvez pas voter. On ne sait pas qui vous êtes et où vous êtes. L'Ambassade n'administre pas l'OSA, c'est les Suisses à l'étranger qui gèrent leurs propres affaires. Donc, identifiez-vous! Bonne chance.

Neuen Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, diskriminierende, rassistische, ehrverletzende oder hetzerische Kommentare zu löschen oder die Kommentarfunktion für diesen Artikel zu schliessen.

Mächtig und schön sind die Alpen. Oder sind sie mächtig und schrecklich, weil sie zerfallen und zu Tal donnern? Die Frage stellt sich in der Schweiz...

Weiterlesen

Nach einer Pause von 18 Jahren ist die italienischsprachige Schweiz wieder in der Regierung vertreten. Regionalpolitisch ist der Bundesrat im...

Weiterlesen

Vor einigen Jahren schien es unwahrscheinlich, dass Beat Feuz eines Tages WM-Gold gewinnen sollte – nun wirkt es fast logisch, dass er...

Weiterlesen

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) setzt sich im Inland für die Anliegen der Diaspora ein. Im Brennpunkt stehen derzeit vor allem die Banken,...

Weiterlesen
 

Auslandschweizer Organisation
Alpenstrasse 26
3006 Bern, Schweiz

tel +41 31 356 61 10
fax +41 31 356 61 01
revue@aso.ch