Wie die Schweiz ihren Handwerkerstolz exportiert

Sie verbindet Praxis und Theorie einmalig gut, führt zu enorm tiefer Arbeitslosigkeit – und gilt als Exportschlager: Die Berufslehre nach Schweizer Muster dient zahlreichen Ländern als Vorlage für ihr eigenes Bildungswesen. Dabei lässt sich das Modell gar nicht so ohne Weiteres exportieren.

Die Berufslehre hat in der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert. In vielen anderen Ländern ist das Prestige der praktischen Ausbildung geringer. Foto Keystone

Wenn in der Schweiz fürs duale Bildungssystem geworben wird, werden vorab die grossen Entwicklungschancen hervorgehoben.

Bulgarien setzt bei der Verbesserung seines Ausbildungssystems auf das Schweizer Modell. (Im Bild: eine Berufsbildungsdelegation zu Besuch in der Berufsschule Thun). Foto Manu Friederich

Etwas Handfestes muss es sein: So lautete in den frühen 1960er-Jahren die Devise, als die Schweiz begann, staatliche Entwicklungshilfe zu leisten. Mit «handfest» war gemeint: Hunger und Armut in der Welt seien zu beheben, dies aber mit griffigen Projekten, die zugleich typisch schweizerisches, praxisorientiertes Wissen und Können und somit auch den Schweizer Wertekanon vermitteln. Die Schweiz tat als Land der Berge, Kühe und fähigen Käsermeister dabei das Naheliegende: So schwärmten schweizerische Entwicklungshelfer etwa in die peruanischen Anden aus und schulten in eigens dafür erstellten Käsereien verarmte Bergbauern. Zuvor hatten nichtstaatliche Entwicklungshelfer aus der Schweiz in der Bergwelt Nepals das Gleiche getan. Peru und Nepal stehen für die Idee, über die Vermittlung von beruflichem Know-how eine breite Entwicklung anzuschieben, Bedürftigen zu Beschäftigung zu verhelfen und deren Ernährung – der guten Milch sei Dank – zu verbessern.

Selbstverständlich war das Erreichte nicht gar so perfekt wie das Erhoffte. Aber der «Export» der Schweizer Berufslehre ist seither ein Dauerthema. Der Katalog schweizerischer Berufsbildungsprojekte ist lang, führt über Bolivien, Burkina Faso, Ghana, Indien, Indonesien, Myanmar und zahlreiche weitere Länder bis zurück nach Nepal, dem Land der ersten Gehversuche: Heute hilft die Schweiz dort Lehrgänge etablieren, die berufsbegleitet besucht werden können.

Die Reputation des schweizerischen Berufsbildungssystems beeindruckt selbst grosse Industrienationen. 2015 haben die USA mit der Schweiz ein Abkommen zur Berufsbildung unterzeichnet. Die USA wollen erfahren, warum es der Schweiz so gut gelingt, die von der Wirtschaft gewünschten Berufsleute hervorzubringen. Suzi LeVine, US-Botschafterin in Bern, findet es «faszinierend», wie in der Schweiz das Zusammenspiel zwischen den Unternehmen und staatlichen Berufsschulen funktioniere.

Zwei Drittel wählen eine Lehre

Wer sich darüber gar nicht wundert, sind die Schweizer Berufsleute. Das Prestige der Berufslehre ist in der Schweiz nämlich sehr hoch. Zwei Drittel aller jungen Schweizerinnen und Schweizer entscheiden sich für eine Lehre und somit gegen das präakademische Dauersitzen in einem Gymnasium. Sie tun dies, weil die Berufslehre als unbestrittene Erfolgsgeschichte gilt. Denn: Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz ist dank der gut ausgebildeten Fachkräfte im Lande gut – und die Berufslehre ist wohl der zentrale Grund für die tiefe Jugendarbeitslosigkeit. Es werden keine «chômeur diplomé» produziert, keine Arbeitslosen mit Uniabschluss. Während die Arbeitslosigkeit im europäischen Mittel bei zehn Prozent liegt, sind es in der Schweiz rund 3,3 Prozent. Die demütigende Erfahrung, keine Rolle im beruflichen Alltag zu finden, ist jungen Erwachsenen in der Schweiz grossmehrheitlich fremd.

Dieses Ergebnis ist verblüffend, zumal die Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) regelmässig Kritik am Schweizer Bildungssystem übt. In keinem anderen europäischen Land sei die Maturitätsquote geringer, beklagt sie etwa. Während im europäischen Mittel deutlich über 60 Prozent aller Jugendlichen eine gymnasiale Ausbildung durchlaufen und sich danach an einer Universität immatrikulieren, sind es in der Schweiz nur 20 Prozent. Diese vermeintliche Ferne zur akademischen Welt ist eine Folge des «Erfolgsprodukts»: Die Berufslehre nach Schweizer Muster ist in ein sehr durchlässiges Bildungssystem eingebettet, das alternative Wege hin zu höherer Ausbildung eröffnet. Ausnahmslos jeder Berufsabschluss bietet die Möglichkeit einer Folgeausbildung. So ist es heute in der Schweiz gang und gäbe, dass Jugendliche sich für eine Berufslehre entscheiden und entweder ausbildungsbegleitend oder während der ersten Jahre im Beruf eine Maturitätsprüfung ablegen. Diese «Berufsmatur» ebnet den Weg in Fachhochschulen und Universitäten. Rund 40 Prozent der heutigen Studierenden haben zunächst das praxisnahe, duale Berufsbildungssystem durchlaufen, Tendenz: steigend.

Verklärungstendenzen im Ausland

Tiefe Maturaquote, tiefe Jugendarbeitslosigkeit, kein nennenswerter Fachkräftemangel. Diese Eckpunkte erklären, warum sich das Schweizer Modell als Referenzobjekt hält. Im letzten Sommer ist mit Serbien eine weitere Nation dazugekommen, die das Modell übernehmen will. Viel weiter ist Serbiens Nachbarland Bulgarien, wo eine temporeiche Reform der Berufsbildung angelaufen ist. Schweizer Bildungsfachleute reden im Fall Bulgariens von einer «vielversprechenden» Transformation. Solche Nachrichten können jedoch zur Verklärung verleiten. Die Erfahrungen der letzten gut 50 Jahre zeigen, dass der Übertragung des Berufsbildungsmodells Grenzen gesetzt sind. Eins zu eins lässt es sich praktisch nie übertragen. Anpassungen an die landestypischen Begebenheiten sind unerlässlich. Vor allem gilt es zu berücksichtigen, dass die Berufsbildung à la Suisse de facto den Grundideen von Willensnation und Milizsystem folgt: Die Wirtschaft und die Lehrbetriebe zeigen viel Eigenverantwortung und der Staat schafft den notwendigen, stabilen gesetzlichen Rahmen. Solche Voraussetzungen sind gerade in Entwicklungsländern selten gegeben. Historisch betrachtet ist die Schweizer Berufslehre zudem über 200 Jahre hinweg gereift – ausgehend vom Zunftwesen, das die Handwerkskunst und den Handwerkerstolz hochhielt. Der Beruf war für Zünftler identitätsstiftend und Garant für gesellschaftliche Stellung. Das wirkt bis heute nach.

Zuweilen führt der handfeste Ansatz von einst – den Bauern in fernen Bergwelten das Käsen zu lehren – zur überhöhten Darstellung des heutigen Schweizer Engagements zugunsten der Berufsbildung in Entwicklungs- und Transformationsländern. Inzwischen investiert die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) gerade noch vier Prozent ihrer Mittel in Berufsbildungsprojekte im engeren Sinn. Bei der Hilfe für die Länder Osteuropas ist es gar noch deutlich weniger. Der in Bildungs- und Entwicklungshilfefragen kundige Ökonom Rudolf Strahm kritisiert diese Entwicklung: Die Schweizer Entwicklungshilfe habe ihr ursprüngliches Konzept in diesem Bereich vernachlässigt. Sie verzettle ihre Mittel heute auf unzählige Länder und unzählige Themen. Experten unterschiedlicher Couleur teilen Strahms Kritk – oder erklären zumindest entschuldigend den Trend: Weltweit verschieben sich die Entwicklungsziele laufend. Mit den von der Schweiz mitgetragenen Millenniumszielen der Uno verschob sich etwa im Bereich Bildung der Fokus weg von der Berufsbildung hin zur Grundschule, zur Alphabetisierung. Die Überlegung dahinter ist nachvollziehbar: Das beste Berufsbildungssystem nützt wenig, wenn die unterprivilegierten Jugendlichen weder lesen noch schreiben lernen. Aber mittlerweile dreht sich der Wind wieder, denn die neue Uno-Agenda für nachhaltige Entwicklung hält die Staatengemeinschaft an, allen den Zugang zu erschwinglicher und hochwertiger Berufsbildung zu ebnen.

Werkzeug der Wirtschaftsdiplomatie

Die Schweiz überlässt den Bildungstransfer freilich nicht allein der Deza. Eine Anwältin für Berufsbildungsprojekte im Ausland ist inzwischen auch Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP). Sie will, dass in den Herkunftsländern von Asylsuchenden vermehrt in die Berufsbildung investiert wird. Weil die Armutsmigration zum Dauerphänomen geworden ist, dürfte dieser Ansatz künftig an Gewicht gewinnen. Den unermüdlichsten Promotor hat der «Exportschlager Berufslehre» aber in der Person von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Er hat die Berufslehre zum Werkzeug der Schweizer Wirtschaftsdiplomatie gemacht. Die Zahl ausländischer Handelsdelegationen, die in der Schweiz das Berufsbildungssystem sehr genau unter die Lupe nehmen, nimmt laufend zu.

Ohne Dissonanz verläuft diese Offensive nicht. Justement Mauro Dell’Ambrogio, der Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation, erklärte Ende 2015 unverblümt, er kenne höchstens einige geglückte «punktuelle Experimente», aber kein Land, das eine duale Berufsbildung neu aufgebaut habe. Die «weltweite Bewunderung für das Schweizer Bildungssystem» sei verführerisch. Man ignoriere, dass die «inkompatible Anwendung des Modells» gar zu schädlichen Folgen führen könne, etwa dann, wenn ältere Arbeitnehmer unter dem Vorwand ihrer fehlenden Berufsbildung niedrigere Löhne hinnehmen müssten. Die Berufslehre setze Prestige voraus, um attraktiv zu sein: «Prestige aber kann nur aus vorbildlichen Karrieren von Absolventen entstehen, und solche Beispiele hat man eben zu Beginn nicht.»

Das Prestige entscheidet

An Dell’Ambrogios Einspruch wurde kaum ein gutes Haar gelassen. Und doch pflichten ihm viele Experten im Kern bei: Der Erfolg einer Ausbildung ist ganz stark von deren Prestige abhängig. Während Schweizer Lehrlinge stolz auf die ihnen offenstehenden Bildungswege verweisen, sind in den Zielländern des «Bildungsexportes» die Vorbehalte gegenüber der praktischen Lehre oft enorm. Handwerk gilt als unterklassig und perspektivlos. An Illustrationsbeispielen für diese Sicht mangelt es nicht. Als die Caritas im Kosovo Berufsbildungsprojekte umsetzen wollte, hiessen die dortigen Behörden das Hilfswerk herzlich willkommen. Nur von Berufsbildung wollten die Behörden zunächst nichts wissen. Sie wünschten universitäre Lehrgänge. Die Caritas musste ihr Argumentarium zurechtbiegen und riet, einige Berufsausbildungen unter dem Image-Dach einer Universität zu führen.

Marc Lettau ist Redaktor der Schweizer Revue

Die duale Berufsausbildung

In einer dualen Berufsausbildung wird Fach- und Schulwissen parallel vermittelt. Die Lernenden arbeiten beispielsweise drei Tage die Woche in ihrem Lehrbetrieb und besuchen zwei Tage die Berufsfachschule, die auch allgemeinbildende Fächer unterrichtet. In der Schweiz setzen sich Bund, Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt gemeinsam für die Berufsbildung ein. Die Wirtschaft ist somit nicht «Abnehmerin» ausgebildeter Fachkräfte, sondern wesentlich mitverantwortlich für deren Ausbildung. (mul)

Bulgarien: Die Schweizer Lehre offeriert «alle Antworten und die besten Rezepte»

Die Berufsschule Thun hat regelmässig Gäste. Nach Delegationen aus Südkorea, Kambodscha, Kasachstan, Russland und Grönland sind es jetzt Gruppen aus Bulgarien, die Thun aufsuchen. Sofia schickt Firmenvertreter und Berufsschullehrer vor, die im Berner Oberland die Logik des verzahnten Schweizer Berufsbildungssystems verinnerlichen sollen, in welchem sich Berufsschulen, Branchenverbände und Staat gegenseitig ergänzen.

Laut Vasil Radoynovski von der bulgarisch-schweizerischen Handelskammer gibt es für sein Land zwingende Gründe, das Berufsbildungssystem rasch zu reformieren. Nach der Wende von 1989 sei die Berufsbildung vernachlässigt worden: «Es existierten weiterhin Berufsschulen, doch niemand wachte über deren Qualität. Heute stellen wir besorgt fest, dass die Jugendarbeitslosigkeit hoch ist und die Firmen gleichzeitig klagen, sie fänden keine kompetenten Fachkräfte.» Dieses Paradoxon – viele suchen Arbeit und viele sagten, sie fänden keine Arbeiter – ist die zentrale Triebkraft für die ans Schweizer Vorbild angelehnte Berufsbildungsreform.

Eine leidenschaftliche Anhängerin der Schweizer Berufslehre ist Bulgariens Botschafterin in Bern, Meglena Plugtschieva. Sie sagt, das schweizerische Modell liefere «alle Antworten und die besten Rezepte» für die heutigen Herausforderungen der Jugend ihres Landes. Plugtschieva hat denn auch vehement um Schweizer Unterstützung geworben, nachdem in ihrem Land erste Anläufe zur Verbesserung des Ausbildungssystems gescheitert waren. Erst das Engagement der Schweiz habe «zur Riesenchance geführt, dass wir eine grundlegende Reform unseres Berufsbildungssystems anschieben können».

Auffällig ist, wie breit die Reform verankert wird. Einerseits werden Firmen direkt einbezogen. Anderseits zieht die höchste Regierungsebene mit. Bulgariens Staatspräsident Rossen Plevneliev setzte bis zu seinem kürzlich erfolgten Amtsende ganz dezidiert auf die Karte Berufslehre. Beim Staatsbesuch von 2014 in der Schweiz liess Plevneliev sogar den damaligen Bundespräsidenten Didier Burkhalter warten, weil er sich in Bern zuerst die Berufsschule ansehen und mit Lehrlingen reden wollte.

Kein Jahr nach diesem «Fauxpas» haben in Bulgarien erste Klassen von angehenden Möbelschreinern, Automobil-Mechatronikern, Elektronikern und Milchtechnologen ihre Ausbildung angefangen. 2017 werden für weitere Berufe die ersten Lehrlinge und Lehrtöchter eingeschult. Durchgepaukt wurde auch eine Gesetzesreform, die es Jugendlichen überhaupt erst erlaubt, Lehrverträge einzugehen.

«Der Druck der Realität» habe zum hohen Reformtempo geführt, sagt Plugtschieva. Entscheidend sei nebst dem Tempo aber die Tiefe einer Veränderung. Das «Schweizer Projekt» gehe weit übers Bildungspolitische hinaus: «Indem wir das Prestige der Berufe und der Berufsausbildung stärken, verändern wir die Denkweise. Wir schaffen Perspektive. Wir liefern Gründe für die Aussage: Es gibt in unserem Land für junge Leute eine Zukunft.» Das sei für deren Selbstwertgefühl zentral, zumal alle wüssten, «dass es nicht gut ist, wenn wir unsere jungen Leute zu Wirtschaftsflüchtlingen machen».

Marc Lettau

Kommentare (15)
  1. Erwin Balli-Ramos Erwin Balli-Ramos am 13.01.2017
    Die Berufslehre, wie wir sie als Schweizer kennen, ist einer der zentralsten Punkte, auf die wir effektiv stolz sein können.
    Da darf weder heute noch in Zukunft ein, wie auch immer gearterter
    Rotstift, angesetzt werden.
    Das ist auch das, was den schweizer Berufsmann von seiner auslän-
    dischen Konkurrenz in jedem Punkt unterscheidet.
    Tragen wir Sorge zum Bestehenden.
  2. Werner Rebsamen  Professor Emeritus RIT Werner Rebsamen Professor Emeritus RIT am 13.01.2017
    Als gelernt Buchbinder wanderte ich 1960 nach Amerika aus. Für die Lutherische Kirche habe ich Altar Bibeln gebunden. Nach einigen Wechsel, ging es nach oben, Direktor für Qualität Kontrolle, dann als Betriebsleiter der ersten vollautomatischen Buchstrasse der Welt. Durch diese Pionier Arbeit, wurde ich an eine Universität berufen. Als Dozent ging es dann mit Beratungen und Referaten um die ganze Welt. So durfte ich mein, in der Schweiz gelerntes Fachwissen, weiter geben. Ein Privilege! Selbst nach meinem offiziellen Ruhestand von der Universität, wurde ich von einer Fach Organisation angeheuert die Fach Artikel, Referate und Beratungen brauchten. Das letzte Größere Referat war vor 4 Jahren als Keynote Speaker in Indien. Mit einem Alter von 80+ Jahren, sagte ich dann nun ist genug und nun, im Jahr 2016, durfte ich das erste Jahr im Ruhestand verbringen. Via E-mail helfe ich immer noch aus wenn Industrie Probleme hat. Das Handbuchbinder ist nun ein schönes Hobby geworden! Ich kenne einige Schweizer und Deutsche die, dank ihrer Berufs Lehre, erfolgreich durch das Leben gingen.
  3. D. Schär D. Schär am 14.01.2017
    Ein sagenhaft gutes Resumée einer Schweizer Eigenheit, die sich zum Exportschlager entwickelt hat. Gratulation an den Autor für die vielfältige und sorgfältige Recherche.
  4. M. Murphy M. Murphy am 14.01.2017
    Praxis und Theorie nach dem Schweizer Modell ist sehr empfehlenswert und ich hoffe sehr, dass dieses nach England exportiert wird. Oft finden die UNI Kandidaten dort nach dem Abschluss des Studiums gar keine fachgemasse Arbeit.
  5. Evelyn Eugster Evelyn Eugster am 15.01.2017
    Comparative experience: A Swiiss Canadian graduate of Canadian schools and gathering university courses beyond the bachelor degree required many years of professional career experience to self invent new ways and then seek also American courses to obtain a Masters degree. In retirement, continue to seek a Ph. D. I'm an educator whose life experience has discovered that students learn best when practical lessons can supply daily proof of their worthiness. My speciality is the teaching of reading, through use of basic abilities. The apprenticeship model provides joy and assurance of achievement. This path inspires purposeful self-motivated learning. It is entrepreneurial, and may be the best way to provide the essential flexibility of future employment for economic stability.
  6. Georg A. Hideg Georg A. Hideg am 15.01.2017
    Handwerk hat goldene Boden. Seit eh und je!
  7. Eun Uk Ahn Eun Uk Ahn am 15.01.2017
    In deed it's one of the competitive advantage Switzerland has.
    Ingrained in the value system of the Swiss people.
    Established many centuries ago. Challenged but defended with pride.
    Its one system that I personally envie most from Switzerland, and that our country (South Korea) would need most...
  8. sautedman sautedman am 16.01.2017
    I was totally mystified by this attempted explanation for missing expectations in other countries:

    "Swiss vocational training is based on the fundamental principles of a nation forged by the will of the people and a system whereby local politicians work only part-time under their public mandate. The economy and training enterprises assume a great deal of responsibility and the state creates the stable legal framework required."

    Full time politicians mean you can't train students to be workers? You need a mystical sense of nationalism? Sorry, but that is utter tosh. As for private sector enterprises and training institutions mattering, yes, I would have expected that ... the point of exporting it is to show how it is done. It would be much more helpful if you actually walked through some disappointments and showed what the obstacles were and why they couldn't be overcome.
    1. Greg Z. Greg Z. am 18.01.2017
      Why bother with negative stuff? Promote the positive and everybody gains the benefits.
    2. Jonas Jonas am 19.01.2017
      @sautedman: something got lost in translation there. In the german version of the article they talk about "Milizsystem". The idea is that public tasks are done by private entities (mostly people, but also industry). The most prominent examples are the military (like in english: militia) and the parlament (no professional politicians). The author is just saying that people are used to this concept of "Milizsystem" and applied it to eduction, i.e. industry overtook some tasks from the state.
      That makes sense, just the english translation is a bit unfortunate.
  9. Luder Daniel Luder Daniel am 16.01.2017
    Je remercie la Suisse, à 13 ans et demie j'étais apprenti boulanger en Alsace, né français d'ancêtres Suisses expatriés à une époque lointaine beaucoup moins faste que maintenant. A 17 ans et 15 jours je suis venu en CH., comme boulanger ne sachant pas faire grand chose ! Puis de fil en aiguille j'ai fait une maîtrise en assurances qui m'a permis de devenir à une époque fondé de pouvoir dans une grande banque, gérant et administrateur d'une fondation communautaire LPP. Sans la possibilité de formation professionnelle continue que j'ai suivi pendant 20 ans en cours du soir, je n'aurai jamais eu accès à ces fonctions et revenus plus que décents. Oui cela est possible aussi en CH. Dommage que certaines inégalités en assurances sociales favorisent l'expatriation des retraités vers des pays au pouvoir d'achat inférieur à la CH. (pour le moment). La population devrait en tenir compte, la progression et le grand faste ne peuvent être éternels et il faut cessez de croire, comme le font les francophones essentiellement, que les beaux diplômes universitaires mènent au succès, c'est faux. Mon épouse ancienne directrice de banque et moi-même avons vu passer beaucoup de candidats à l'embauche. Des réformateurs savants sortis du banc de l'école d'élite soi-disant n'étaient pas ceux que nous embauchions, mais ceux de la filière apprentissage.
  10. Michel H.Loth Michel H.Loth am 17.01.2017
    In the 1960 I apprenticed as cook at the Beau Rivage-Palace in Lausanne,under contract for 3 years ending with a certificate as professional cook .The experience I was going to have sent me across the world as cook,assitant chef,executive chef and food&beverage director over 50 years until I retired .My initial employer were dedicated to teach me the art of cooking and everything I needed to know .I was ready at age 19 to find work to support and better myself and I became successful in my life.
    The Swiss apprenticeship program is effective because all trades participating commit to provide the teaching and guidance required with field and trade school work . The relationship between labor department and trade in business is the key to a successful apprenticeship program ,schooling curriculum must be create and under their jurisdiction .The apprentice must be credit with a certificate .Every country that establish an apprenticeship program with the Government leadership it needs is ahead in every aspect of labor force and national productivity .simple fact , the trade gets low cost labour in return for education and people get free education and work ,quality of life gets a big booster !
  11. Adnane Adnane am 18.01.2017
    Article très complet qui pèse le pour et le contre de l'exportation du modèle de formation Suisse.
    Il est à noter que le modèle de formation Suisse est auto enrichissant d'où l'importance du facteur temps dans sa mise en oeuvre.
    "Nécessite la valorisation du travail manuel (artisanal)" : Valorisation ne pouvant être faite et appréciée que sur la base des premiers résultats obtenus.
    "La contribution des PMI/PME est indispensable" : Celles-ci n'y contribueraient délibérément qu'une fois convaincues des résultats qu'elles pourraient en escompter.
    "L'encadrement professionnel de ces jeunes doit être effectué par des personnes certes qualifiés et certifiées mais qui devraient êtres elles-mêmes issues du monde de la formation professionnelle" : Plus le nombre de ces encadreurs est important plus les opportunités d'encadrement le seront.
    En conclusion, un processus auto enrichissant où le facteur temps compte énormément.
  12. Martin Hausler Martin Hausler am 29.01.2017
    Das Duale Ausbildungssystem wie auch die Direkte Demokratie garantieren den Erfold des kleinen Landes. Selber war ich intensiv an einer Restrukturierung des Ausbildungsganges einer Berufsgruppe von der Lehre bis zur Uni in der Schweiz beteiligt. Das System muss leben, sich neuen Herausforderungen anpassen und sich weiterentwickeln. Aber an den Grundsaetzen darf nicht geruettelt werden.
    Nach 14 Jahren in Australien kann ich wohl sagen, dass die positiven Auswirkungen des schweizerischen Berufsbildungssystems in Bezug auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Wohlbefinden eines Landes noch wesentlich tiefer greiffen als im Artikel dargestellt. Guter Artikel!
  13. Walter Schwendener Walter Schwendener vor 2 Wochen
    Es interesante sin embargo pienso que el hecho de vivir en un lugar montañoso favorece la plusvalía así como la vida a dos niveles: citadino y campesino, haciendo personas con cierto criterio y desde luego la educación juega un papel muy importante que no esta presente en los países en vías de desarrollo como Guatemala donde vivo.

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