Leserbriefe

Eisenbahngeschichte am Gotthard. Die Eröffnung des Basistunnels

Ein Riesenkompliment der Schweiz! Das ist eine technische Errungenschaft der Superlative, aber auch ein Zeugnis der (politischen) Willenskraft der Bevölkerung, die hinter so einem massiven Projekt steht.

Robert Rickenbach

Zwischen Tradition und Moderne. Das Alphorn im Pop und Jazz

Als halb Schweizer, halb Engländer spiele ich seit fünf Jahren ein Carbon-Alphorn. Ich teile einige der im Artikel geäusserten Ansichten. Es macht mir unglaublich Spass, mein Alphorn «Alfie» inmitten von London, hoch oben in Schottland oder an unserer wunderschönen Küste in Devon zu spielen. In Bezug auf Traditionen und Regeln bin ich eher entspannt. Tradition ist für mich wie Grammatik: Wenn man mehrere Musikinstrumente spielt, muss man deren Grammatik/Tradition natürlich unbedingt kennen, um sie gut zu spielen. Doch es ist wie bei der Sprache: Hat man sich erst einmal einen soliden Grundstock an Grammatik/Tradition angeeignet, entwickelt sich der Wortschatz laufend weiter. Musiker, die über die Vergangenheit hinausgehen und die Grenzen der Möglichkeiten eines Alphorns herausfordern, sorgen meiner Meinung nach für faszinierende Ergebnisse und grosse Inspiration. Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages an sie herankomme, wenn auch nur annähernd!

N. Everett, England

Ich bin Schweizer und in eine Familie mit einer langen Bauern- und Alpenviehzucht-Tradition hineingeboren worden. Bei meinem Umzug nach Texas habe ich mein Alphorn mitgenommen. Ich spiele es gewöhnlich in der Silvesternacht, um das neue Jahr willkommen zu heissen – obwohl es in der weiten Prärie kein Echo gibt und ich auch keine Longhorn-Rinder halte, die ich am Abend zu mir rufen müsste. Der Klang des Alphorns ruft Erinnerungen an die fantastische Alp meines Bruders wach, an das Leben im Sommer hoch über dem Rhein im Kanton Graubünden und an viele Festivals in der Schweiz. Fast noch mehr freue ich mich aber, wenn ich das Alphorn im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten oder als Leitinstrument höre. Sein einzigartiger Klang lässt Erinnerungen aufleben und berührt Ohr und Herz.

Othmar Schwarzenberger, USA

Da ich selber Alphorn spiele, bin ich gegen diese moderne Art von Alphornmusik. Sie ist eine Verschandelung der Traditionen. Wenn schon solche Musik, dann bediene ich mich eines Saxofons.

Charles Schmid, Österreich

Editorial: Abstimmen – auch wenns mal mühsam ist!

Nein, ich habe am 5. Juni nicht abgestimmt. Von Afrika aus, wo ich lebe, ist es schwierig, mich an die Urnen zu begeben. Muss man sich zuvor die Broschüren besorgen, von denen Marko Lehtinen spricht, in dem Land, in dem die Post sehr langsam und die Entfernungen sehr gross sind? Ich bin ein Schweizer Bürger, der von seinem Stimmrecht ausgeschlossen ist. Dennoch gibt es eine Lösung, durch die ich die «Schweizer Revue» erhalten kann, Euch schreiben kann, mich um meine Konten kümmern kann etcetera: das Internet. Solange das E-Voting über Internet nicht möglich ist, bleibe ich ein Bürger ohne Rechte. Offensichtlich ist das wohl kompliziert, aber für ein stolzes Land mit dem längsten Eisenbahntunnel der Welt sollte das möglich sein, oder nicht? Aber wann?

Yvan Stern, algerien

Kommentare (3)
  1. Jacques Desarzens Jacques Desarzens am 29.09.2016
    J'ai déménagé et je voudrais modifier l'adresse de distribution de la Revue Suisse .
    Qui dois-je contacter?
    Merci

    Adresse précedente
    239 de la Station, Neuville, qc. G0A2R0
    Canada

    Nouvelle adresse
    215 de Cherbourg
    Lévis, qc. G7A 1P9
    Canada
  2. Arye Ophir Arye Ophir am 05.10.2016
    Lieber Herr Stern! WANN? Antwort: Wenn es einen noch laengeren Tunnel geben wird....
    1. Erwin Balli-Ramos Erwin Balli-Ramos am 15.10.2016
      Mein guter alter Freund
      Den noch längeren Tunnel könnte es geben, wenn das geplante Projekt SWISSMETRO verwirklicht würde. Das heisst Zürich>Bern>Genf
      unterirdisch alle Stunde eine Metro. Jedoch, bedenken Sie, wir haben 2016. Da bin ich, alles Andere als überzeugt, dass wir das bewerkstelligen könnten. Stellen Sie sich doch vor, da müssten
      doch tausende von Ausländern in unserem hochheiligen Boden gra-
      ben und wühlen. Das doch nur noch mehr Überfremdungsinitiativen
      bedeuten, davon haben wir doch schon genug gesehen.
      Ihr ergebener
      Erwin Balli

Neuen Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, diskriminierende, rassistische, ehrverletzende oder hetzerische Kommentare zu löschen oder die Kommentarfunktion für diesen Artikel zu schliessen.

Die Schweiz wird immer heller. Kunstlicht vertreibt selbst in abgelegenen Winkeln die Dunkelheit. Doch eine besonders unterbelichtete Ecke im...

Weiterlesen

Am 27. November kann das Schweizervolk die Atomkraftwerke abstellen, wenn es einer Initiative der Grünen zustimmt.

Weiterlesen

Die Lovebugs veröffentlichen mit «Land Ho!» ihr erstes Album seit vier Jahren. Ein Gespräch mit Frontmann Adrian Sieber über das Schweizersein in der...

Weiterlesen

Angeschmiegt an die Bucht von Brunnen und mit traumhafter Sicht in jede Richtung befindet sich der Auslandschweizerplatz. Nun benötigt einer der...

Weiterlesen
 

Auslandschweizer Organisation
Alpenstrasse 26
3006 Bern, Schweiz

tel +41 31 356 61 10
fax +41 31 356 61 01
revue@aso.ch