Duale Ausbildung – eine Lehre in der Schweiz

Unser Bundespräsident Johann Schneider-Ammann spricht immer wieder vom Erfolg des dualen Schweizer Bildungssystems: «Dank seiner Praxisnähe und Durchlässigkeit ermöglicht es den jungen Menschen eine qualitativ hochstehende Ausbildung und trägt wesentlich zur tiefen Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land bei. Die auf dem freiwilligen Engagement der Unternehmen fussende Berufsbildung stösst international auf immer grösseres Interesse.»

Die Berufslehre, die sogenannte duale Ausbildung, erfolgt an zwei Lernorten, dem Betrieb und der Berufsschule, und dauert in der Regel drei bis vier Jahre. Ähnliche Berufsbildungssysteme gibt es in Deutschland und Österreich. In der Schweiz ist die Berufslehre die häufigste Form der Ausbildung nach der obligatorischen Schule. Rund zwei Drittel aller Jugendlichen nehmen eine Lehre in Angriff. Dabei können sie unter 200 vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI anerkannten Lehrberufen auswählen und die Kenntnisse für eine konkrete Berufstätigkeit erwerben. Nach der Ausbildung und Abschlussprüfung, die zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) führt, sind die jungen Leute für die Arbeitswelt gerüstet. Es bestehen zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die Berufsmaturität und das darauffolgende universitäre Studium an einer Fachhochschule. Mit Zusatzqualifikationen ist auch der Übertritt an eine Universität möglich.

Die grösste Hürde steht gewiss am Anfang: Die Jugendlichen müssen abklären, wo ihre Interessen liegen und für welche Berufsausbildung sie geeignet sind. Danach müssen sie sich selbstständig für eine Lehrstelle bewerben. Für junge Auslandschweizer ist dies nicht immer einfach. Während einer Lehre erhalten die Lernenden einen kleinen Lohn. Sollte es doch zu finanziellen Engpässen kommen, da die Eltern nicht in der Lage sind, die Ausbildung zu finanzieren, besteht die Möglichkeit, Stipendien zu beantragen. Auch junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die ihre Ausbildung in der Schweiz absolvieren und somit ausserhalb des Elternhauses leben und grössere Kosten haben, sind manchmal auf diese finanzielle Unterstützung ihrer Heimatkantone angewiesen.

Lernende und Studierende werden von educationsuisse bei ihren Stipendienanträgen betreut. Im Weiteren bietet educationsuisse in Zusammenarbeit mit dem Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungszentrum BIZ Bern-Mittelland Beratungsgespräche an.

Für weitere Informationen zu Stipendien, Berufsberatung und Fragen zu allen Themen rund um die Ausbildung in der Schweiz kontaktieren Sie bitte die Mitarbeiterinnen von educationsuisse unter info@educationsuisse.ch.

Ruth von Gunten, educationsuisse

www.educationsuisse.ch

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