ASO-Ratgeber

Wie ist das Vorgehen zur Anerkennung eines Schweizer-Vereins im Ausland durch die ASO?

Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) ist eine private Stiftung. Ihr Ziel ist es, die Beziehungen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer untereinander und zur Schweiz zu fördern, ihre Interessen in der Schweiz zu vertreten und ihnen eine breite Palette an Dienstleistungen (Information, juristische Beratung, Jugendangebote etcetera) anzubieten.

Die ASO wird von den von ihr anerkannten Schweizer-Vereinen im Ausland getragen. Um von der ASO anerkannt zu werden, muss ein Schweizer-Verein kumulativ die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Der Zweck des Vereins besteht darin, die Beziehungen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer unter sich und zur Heimat zu fördern.
  • Mehr als 50 Prozent der Aktivmitglieder sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger.
  • Die Mehrheit der Vorstandsmitglieder sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger.
  • Das Präsidium wird von einer Schweizerin/einem Schweizer geführt.
  • Dem Verein gehören mindestens sieben Schweizer Bürgerinnen und Bürger an.
  • Der Verein beruft mindestens einmal jährlich eine Mitgliederversammlung ein und verfügt über einen periodisch neu zu wählenden Vorstand.
  • Der Verein ist der für sein Land zuständigen Dachorganisation angeschlossen, wo eine solche existiert (Frankreich, Deutschland, Italien, Grossbritannien, Spanien/Portugal, Österreich/Liechtenstein/Slowenien, Niederlande, Kanada, Argentinien).
  • Der Verein verpflichtet sich ausdrücklich, die ASO darüber zu informieren, wenn eine der Bedingungen nicht mehr erfüllt ist.
  •  

Die von der ASO anerkannten Vereine können sich an der Wahl der Delegierten in den Auslandschweizerrat (ASR) beteiligen. Der ASR setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Schweizergemeinschaften im Ausland sowie Inlandsmitgliedern (zum Beispiel eidgenössische Parlamentarier, welche die mit der Fünften Schweiz in Verbindung stehenden Institutionen vertreten) zusammen. Er tagt zweimal jährlich, um über Themen zu diskutieren, welche die Auslandschweizer betreffen. In den Medien wird der Auslandschweizerrat als das «Parlament der Fünften Schweiz» bezeichnet. Die von der ASO anerkannten Schweizer-Vereine leisten also einen direkten Beitrag zur Auslandschweizerpolitik.

Die Vereine, welche nicht sämtliche der oben genannten Bedingungen erfüllen, können als assoziierte Vereine anerkannt werden. Diese können sich nicht an der Wahl der Delegierten ihres Landes in den ASR beteiligen, haben aber ansonsten dieselben Rechte und Pflichten wie die von der ASO voll anerkannten Vereine.

Mit ihrer Anerkennung durch die ASO werden die Vereine ins weltweite Netzwerk der Auslandschweizer-Vereine und Institutionen aufgenommen. Sie erhalten automatisch die Mitteilungen und Newsletter der ASO und werden auf der Website www.swisscommunity.org, der sozialen Plattform für Auslandschweizer, aufgeführt. Zudem verleihen sie der ASO – und damit der Fünften Schweiz – bei der Interessenvertretung der Auslandschweizer mehr Gewicht.

Vereine, die an der Anerkennung durch die ASO interessiert sind, können das Bewerbungsformular ausfüllen. Sie finden es auf der Website der ASO: www.aso.ch > Über uns > Schweizer-Vereine im Ausland > Anerkennung durch die ASO.

Rechtsdienst ASO

Kommentare (6)
  1. Michèle ETTLIN MOLLATTE Michèle ETTLIN MOLLATTE am 27.05.2016
    Ces informations de l'OSE semblent contredire les recommandations publiées en avril dernier à propos de la prochaine élection du CSE http://www.revue.ch/fr/editions/2016/02/detail/news/detail/News/election-du-conseil-des-suisses-de-letranger-recommandations/#comment2753.
  2. Rochat Fredy Rochat Fredy am 07.06.2016
    La société suisse de Bangkok, en Thaïlande, ne fait que l’apanage et l'engrenage des Suisses d'origine alémaniques. Une clause dans les messages qui stipule que les messages sont en allemand et en anglais ne fait que prouver cette ambiguïté envers les minorités de notre nation. Saviez-vous que la majorité de nos compatriotes Suisses allemands (comme les romands d'ailleurs) ne parlent pas une autre langue Nationale. (je parle des retraites) Pourquoi privilégie-t-on l'allemand a votre avis ? Parce qu'en Thaïlande, ils sont largement même très largement majoritaires.
    Un Romand minoritaire qui ne peut que parfois donner un coup de gueule de temps en temps.
    1. Michèle ETTLIN MOLLATTE Michèle ETTLIN MOLLATTE am 08.06.2016
      Contribution très intéressante qui en appelle d'autres (si possible émanant d'autres pays). Pour continuer le débat sur le fond, SwissCommunity.org me semble plus adéquat. Le chantier du Röstigraben est loin d'y être terminé, entre ceux qui le creusent et ceux qui essayent de le combler. Venez rejoindre nos discussions !
  3. Michèle ETTLIN MOLLATTE Michèle ETTLIN MOLLATTE am 23.07.2016
    Les directives ci-dessus devraient être modifiées le 05.08.2016 par le Conseil des Suisses de l'étranger (cf. point 12 b de l'ordre du jour http://aso.ch/files/webcontent/direction/asr/Ordre_du_jour_CSE_5-8-2016.pdf)sur la base du document Doc. R-2016/23 tenu secret jusqu'à nouvel ordre.
    1. Michèle ETTLIN MOLLATTE Michèle ETTLIN MOLLATTE am 23.07.2016
  4. philippe alliaume philippe alliaume am 29.07.2016
    parfois on en est à se demander si les membres du CSE s'y intéressent où s'ils ne viennent que cantiner

    Parce que entre les 50% d'absents et les 50% qui se contentent de ne PAS recevoir les documents .. on sent que ça doit réfléchir ferme

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