Stabilität im Ständerat

In vielen Kantonen kommt es zu einem zweiten Wahlgang: 19 Sitze wurden nicht im ersten Durchgang vergeben

Die Sitzverteilung im Ständerat vor den Wahlen vom 18. Oktober 2015

Die endgültige parteipolitische Zusammensetzung der Bundesversammlung entscheidet sich erst mit den noch anstehenden zweiten Wahlgängen, die in zwölf Kantonen für den Ständerat nötig werden. Am 18. Oktober sind erst 27 der 46 Sitze vergeben worden. Dabei haben die Freisinnigen acht Mandate unter Dach gebracht, die CVP sieben, die SP sechs und die SVP fünf. Wiedergewählt worden ist auch der parteilose Schaffhauser Thomas Minder, der Vater der erfolgreichen Abzockerinitiative. Je einen Sitz verloren haben die CVP und die Grünliberalen.

Üblicherweise sind die Verhältnisse im Ständerat recht stabil, mit massiven Verschiebungen ist nicht zu rechnen, auch nicht mit einem deutlichen Rechtsrutsch wie im Nationalrat.

Es ist allerdings gut möglich, dass die FDP der CVP ihre traditionelle Vormachtstellung streitig macht. Fraglich ist, ob die SP ihre vor vier Jahren errungenen elf Mandate bei den weiteren Wahlgängen verteidigen kann. Allerdings bestehen realistische Chancen: In Zürich hat der SP-Kandidat Daniel Jositsch die Wahl bereits im ersten Durchgang überraschend geschafft. Aber auch die SVP kann sich Hoffnungen auf Zugewinne machen. Im Kanton Bern jedoch ist der nationale Wahlkampfleiter der SVP, Nationalrat Albert Rösti, nur auf dem dritten Platz gelandet, hinter den bisherigen Ständeräten Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP). In Majorz- und Persönlichkeitswahlen hat die SVP üblicherweise mehr Mühe, ihre Kandidaten durchzubringen.

(JM)

Zum Artikel "Mehr Kandidierende, mehr Listen"

Zum Artikel "Hochspannung vor der Bundesratswahl"

Zum Artikel "Stabilität im Ständerat"

Kommentare (0)

Neuen Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, diskriminierende, rassistische, ehrverletzende oder hetzerische Kommentare zu löschen oder die Kommentarfunktion für diesen Artikel zu schliessen.

Die Schweiz wird wilder: Einst heimische, ausgerottete Raubtiere kehren zurück. Das verzückt naturferne Städter und entsetzt Schafzüchter und...

Weiterlesen

«Schweizer Revue»: Einst ausgerottete Tiere kehren in die Schweiz zurück. Das müssen für Sie Goodnews sein?

Reinhard Schnidrig: Ja. Aber die Goodnews...

Weiterlesen

Georg Kohler, emeritierter Professor für politische Philosophie der Universität Zürich, beobachtet und analysiert für die Auslandschweizer über das...

Weiterlesen

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) als grösste Partei wächst deutlich, die kleinen Mitteparteien schrumpfen, und auch die Linke geht geschwächt aus...

Weiterlesen

Er muss für die Schweiz in Brüssel die Kohlen aus dem Feuer holen: Staatssekretär Jacques de Watteville ist seit August Chefunterhändler für die...

Weiterlesen

Anfang November ist das Auslandschweizergesetz (ASG) in Kraft getreten. Für Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Ausland ist dieses Gesetz wichtig,...

Weiterlesen

«Schweizer Revue»: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Neuerungen beim Auslandschweizergesetz?

Hans Stöckli: Ganz wichtig ist, dass man nun viel...

Weiterlesen
 

Auslandschweizer Organisation
Alpenstrasse 26
3006 Bern, Schweiz

tel +41 31 356 61 10
fax +41 31 356 61 01
revue@aso.ch