Neuer Präsident der ASO

Die Delegierten des Auslandschweizerrats tagten am Freitag, 14. August, am Tag vor dem Auslandschweizer-Kongress, in Genf. Wichtigstes Geschäft war die Wahl des neuen Präsidenten der Auslandschweizer-Organisation (ASO). Gewählt wurde Remo Gysin, bisher Vizepräsident, mit 67 von 71 gültigen Stimmen. Der 70-jährige Basler ist Nachfolger des Genfers Jacques-Simon Eggly. Neuer Vizepräsident wird Ständerat Filippo Lombardi.

Remo Gysin war 1984 bis 1992 Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt und von 1995 bis 2007 Nationalrat. Seit 2001 ist er Mitglied des ASO-Vorstands. Er übernimmt bei der Auslandschweizer-Organisation eine schwierige Aufgabe, denn die ASO kommt seit dem Rücktritt des langjährigen Direktors Rudolf Wyder Ende 2013 nicht zur Ruhe. Rund drei Viertel des Personals der Geschäftsstelle in Bern haben die ASO verlassen, was einen massiven Know-how-Verlust zur Folge hat. Dies führt auch zu Kritik von Schweizer Vereinigungen und Klubs im Ausland. Sie beklagen sich über mangelnde Unterstützung und schlechte Kommunikation.

Remo Gysin kennt die Schwierigkeiten und ist auch bereit, sich intensiv den Aufgaben bei der ASO zu widmen. Da er keine weiteren beruflichen und politischen Aufgaben mehr innehat, ist er dazu auch in der Lage. Zudem gilt er als guter Analytiker und integrative Figur.

Enttäuschung beim E-Voting

Einstimmig hat der Auslandschweizerrat eine Resolution zum E-Voting verabschiedet. Auslöser war der Entscheid des Bundesrats zwei Tage vor der Ratssitzung, für die Wahlen 2015 in neun Kantonen aus Sicherheitsgründen keine Möglichkeit der Stimmabgabe über Internet anzubieten. Statt wie erwartet 85 000 könnten nun nur 34 000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ihr Wahlrecht per Internet wahrnehmen.

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