Leserbriefe

Auf der ganzen Welt bekannt 

Schauen wir mal, wie die heutige Welt funktioniert. Ohne gemeinsame Sprache – mindestens Basiskenntnisse der zweiten grossen Landessprache – wird es schwierig werden, künftigen Generationen zu erklären, wie die Schweiz funktioniert. Zudem sind wir Schweizer auf der ganzen Welt für unsere Sprachkenntnisse bekannt; und ich spreche da nicht von Englisch, weil das mittlerweile viele sprechen. Geben wir diesen Vorteil nicht wegen Faulheit auf!

Stephan Bernhard, per E-Mail

Frühenglisch ist überflüssig

Englisch lernt (fast) jeder früher oder später, weil es omnipräsent, prestigeträchtig und nützlich ist. Frühenglisch ist deshalb überflüssig. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen zuerst Französisch (bzw. Deutsch) lernen. Das Minimum sind passive Kenntnisse der andern, grossen Landessprache. Den Anspruch, im Welschland Schweizerdeutsch zu sprechen, halte ich für absurd. Wir schreiben unsere Leserbriefe und -kommentare auch problemlos auf Hochdeutsch.

Andreas Ernst, per E-Mail

«Heimvorteil» Sprachenvielfalt

Die Schweizer sollten den Heimvorteil nutzen, um möglichst früh mit Französisch anzufangen. Englisch lernt man sowieso. Ich verdanke dem «Heimvorteil» mit Französisch enorm viel in meiner neuen Heimat Belgien – sowohl beruflich als auch privat und kulturell. Die Schweiz sollte an ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt festhalten, sonst verarmt sie. Die Deutschschweizer sollten, auch wenn sie die absolute Mehrheit im Land sind, nicht auf der faulen Haut liegen. Es lebe das Vorbild der Tessiner und Rätoromanen!

Grazia Berger, per E-Mail

Kann sich die Bevölkerung auch falsch entscheiden?

Ich verbringe jedes Jahr Ferien in der Schweiz. Sie ist das wundervollste Land der Welt. Die Natur ist perfekt, das Essen von bester Qualität, die Transportmittel leicht verfügbar und zuverlässig. Auch der Umgang mit den Schweizern ist meist eine Freude. Das Beste ist aber, dass die Schweizer Bevölkerung über ihre direkte Demokratie die Stärke hat, die Regierung an der Zerstörung der Gesellschaft zu hindern. Darum wird die Schweiz in der ganzen Welt beneidet. Klar wird es auch in der Schweiz Menschen geben, die anderen gerne ihre Meinung aufzwingen würden. Aber zum Glück ist das mit der direkten Demokratie nicht möglich. In meiner Heimat Australien hingegen haben wir eine richtige «Tyrannei der Minderheit». Die Medien, die akademische Welt und die öffentlichen Einrichtungen sind dort vorwiegend linksgerichtet. Die politische Agenda wird streng kontrolliert. Der normale Bürger hat wenig oder nichts in der nationalen Politik zu sagen. Die Folge: Gesellschaft und Wirtschaft werden immer schlechter. Seien Sie deshalb froh über Ihr System und dankbar, dass Sie Ihre Politiker davon abhalten können, eigennützige Entscheidungen zu treffen, die Ihrem Land grossen Schaden zufügen können.

Barry, Australien

Kommentare (4)
  1. Rguiti Rguiti am 30.01.2015
    Je salut l'effort consenti par la suisse et les suisses pour les langues ce qui m'a permis d'avoir des contactes positifs et fructueux jusqu'a que ce formidable pays est devenu ma vrai patrie a telle point que je n'ai que mon passe et carte Suisse sur moi et pourtant je vis dans mon pays d'origine (MA).Que la Suisse continue sur la voie de la liberté démocratie et du contact a l'international.R.M
  2. Patrick JENNY, expat suisse aux Philippines Patrick JENNY, expat suisse aux Philippines am 01.02.2015
    Je reponds a Barry, Australie...

    Oui c'est vrai, notre democratie directe est un exemple de ce que devrait etre une vraie democratie... Bien des pays se targuent de l'etre, alors que l'immense ecart entre ce que leur population pense et ce que decident leurs elus est pour le moins different !
    Maintenant, je constate depuis quelques temps que notre gouvernement commence lentement mais surement a tenter de rogner notre systeme, pour obtenir plus de pouvoirs. L'annee derniere, une etude "secrete" diligentee par notre Conseil Federal cherchait comment limiter notre droit d'initiative (qui a ce jour est notre principal moyen de controle du gouvernement...). Puis tout dernierement, la Banque Nationale Suisse a decide de supprimer le bloquage du taux de change du franc suisse, provoquant ainsi un veritable raz-de-maree economique et financier qui est entrain de plonger la Suisse dans la recession. Maintenant, et quoi qu'en disent certains conseillers federaux, la BNS est la main armee financiere du gouvernement federal, et aucune de ses decisions ne se prend sans l'aval discret du Conseil Federal.... Que cette decision unilaterale arrive juste au moment ou la BCE a lance son rachat de 1000 milliards d'euros de dettes gouvernementales, force la Suisse a participer a ce veritable hold-up economique europeen. Le Conseil Federal cherche depuis des annees a forcer la main du peuple suisse en ce qui concerne l'adhesion a l'Union Europeenne, ceci malgre plusieurs refus secs du peuple suisse, et une fois de plus par des moyens detournes, le Conseil Federal cherche a nous obliger a accepter cette adhesion. Ce n'est plus de la democratie directe, c'est du viol en bande organisee...
    Je prie pour que notre cher petit pays ne se laisse pas faire et qu'une fois de plus les urnes forceront nos gouvernants a plus de retenue...
  3. Peter Schoeffel Peter Schoeffel am 21.02.2015
    Müssen jetzt die Primarschüler umsverworgen eine Sprache lernen, deren Grammatikregeln und Orthographie nicht komplizierter sein könnten - Landessprache hin oder her. Oder, um realistisch zu sein, die ganze Francophonie ist nun einmal ein Auslaufmodell. Mit Englisch haben unsere Schüler ein Erfolgserlebnis, das jeder,der Sprachen lernt, dringend braucht.
  4. Peter Schoeffel Peter Schoeffel am 21.02.2015
    Müssen jetzt die Primarschüler umsverworgen eine Sprache lernen, deren Grammatikregeln und Orthographie nicht komplizierter sein könnten - Landessprache hin oder her. Oder, um realistisch zu sein, die ganze Francophonie ist nun einmal ein Auslaufmodell. Mit Englisch haben unsere Schüler ein Erfolgserlebnis, das jeder,der Sprachen lernt, dringend braucht.

Neuen Kommentar schreiben

Die Redaktion behält sich vor, diskriminierende, rassistische, ehrverletzende oder hetzerische Kommentare zu löschen oder die Kommentarfunktion für diesen Artikel zu schliessen.

Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts begann man die ­Alpen – und auch andere Gebirgszüge – als ästhetisch reizvoll und «erhaben» zu betrachten. Caspar...

Weiterlesen

Die einst gigantischen Festungsanlagen in den Schweizer Alpen sind militärisch ausgemustert. Doch ihr Mythos lebt weiter. Die früher streng geheimen...

Weiterlesen

Sie sind begabt, zielorientiert und zwischen 15 und 18 Jahre jung. Und sie wollen nur das Eine: beim Prix de Lausanne gewinnen. Warum dieser...

Weiterlesen

Wenn im Weltall Geschichte geschrieben wird, ist die Schweiz mit dabei. Das zeigte sich zuletzt bei der spektakulären Reise der Sonde Rosetta zum...

Weiterlesen
 

Auslandschweizer Organisation
Alpenstrasse 26
3006 Bern, Schweiz

tel +41 31 356 61 10
fax +41 31 356 61 01
revue@aso.ch