Gestalter-Visionen zur Schweiz von morgen

Naturräume mitten in der Stadt, weniger Verkehr, mehr Sinn für die Gemeinschaft: Dieses Szenario steht im Zentrum des Projekts «Swisstopia», mit dem die Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture (hepia) aus Genf den Ideenwettbewerb «morgen? Die Schweiz» ­gewonnen hat.

 

Das hepia-Siegerteam mit Bundesrätin Doris Leuthard

Studierende von fünf Fachhochschulen wurden bei diesem Wettbewerb des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) dazu eingeladen, Vorstellungen vom Leben im Jahr 2035 zu entwerfen. Der Entscheid der Jury unter dem Präsidium von Bundesrätin Doris Leuthard fiel Ende Oktober.

Wie sieht die Schweiz in zwanzig Jahren aus? Für einmal ging diese Frage nicht an ­professionelle Prognostiker, sondern an fünf ausgewählte Fachhochschulen aus allen Landesteilen. Die Studierenden lösten die Wettbewerbsaufgabe, Vorstellungen einer zukünftigen Schweiz zu entwickeln und bildlich darzustellen, auf ganz unterschiedliche Weise.

Nach intensiver Diskussion kürte die Jury die Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Genève (hepia), eine Abteilung der Haute École Spécialisée de Suisse occidentale, mit ihrem Wettbewerbsprojekt «Swisstopia» zur Gewinnerin. Der hepia-Beitrag entwickelte gemäss der Beurteilung der Jury auf hervorragende Weise Lösungen zu einem wichtigen künftigen Feld der Stadtentwicklung: die besiedelte Landschaft. Die Verfasserinnen und Verfasser hätten Mut bewiesen, indem sie den Wunsch eines Teils der Bevölkerung aufnahmen, sich in einer produktiven Landschaft aufzuhalten. Ausserdem vertraten sie in ihrem Beitrag bestimmte Werte. So soll die Gemeinschaft einen höheren und gleichzeitig die Arbeit einen anderen Stellenwert haben.

Die Beiträge des Wettbewerbs, den Bundesrätin Leuthard im Frühling 2014 lanciert hatte, sind für das UVEK von besonderem ­Interesse, da dieses als Infrastrukturdepartement die künftige Ausgestaltung der Schweiz entscheidend mitprägen wird. Nach Möglichkeit sollen die Beiträge in die Realpolitik einfliessen.Generalsekretariat UVEK

Die beteiligten Hochschulen

Folgende Hochschulen haben am Wettbewerb «morgen? Die Schweiz» teilgenommen

Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), Fachhochschule Ostschweiz (FHO), Rapperswil-Jona SG

Hochschule Luzern – Design & Kunst (HSLU), Fachhochschule Zentralschweiz, Luzern

Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK), Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Basel

Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Genève (hepia), Haute École Spécialisée de Suisse occidentale (HES-SO), Genf

Dipartimento ambiente costruzioni e design (DACD), Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), Manno TI

Mehr Informationen zum Wettbewerb, zu den Teilnehmenden und deren Projekten unter:

www.are.admin.ch/demainlasuisse

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